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Nach Kinobesuch: Immer mehr leiden am Post-Avatar-Syndrom

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Der lang erwartete zweite Teil von "Avatar" sorgte weltweit für Begeisterung und für lange Schlangen vor den Kinos. Doch nach dem Film berichten immer mehr junge Menschen über ungewöhnliche Symptome.

Bereits rund um den ersten Avatar-Film im Jahr 2009 wurde das Phänomen beobachtet, nun häufen sich wieder weltweit die Meldungen: Die Rede ist vom sogenannten Post-Avatar-Depressions-Syndrom, kurz PADS. Was wie ein Scherz klingt, ist für viele, insbesonders junge Kinogeher rund um den Globus Realität. Sie berichten über Traurigkeit, eine gedämpfte Stimmung und Verzweiflung, nachdem sie Avatar gesehen haben.

PADS ist so weit verbreitet, dass es sogar vom Online-Wörterbuch Urban Dictionary mit einem Eintrag bedacht wurde.

Avatar-Syndrom ist keine echte Depression

Obwohl die erlebten Gefühle der Betroffenen durchaus real sind, ist PADS keine medizinisch anerkannte Erkrankung, es handelt sich somit auch nicht um eine echte klinische Depression. Vielmehr kann das Phänomen eher als kurze, depressive Verstimmung beschrieben werden, meinen Experten. Bei einer echten Depression müssten die Symptome mindestens über einen Zeitraum von zwei Wochen auftreten.

Doch was verursacht nun konkret PADS? Erklärungsansätze gibt es einige, einer davon dürfte mit der utopischen Darstellung der Welt in Avatar zusammenhängen. Die bunten Pflanzen und beeindruckende Unterwasserwelt können beim Vergleich mit der Realität durchaus für Enttäuschung sorgen und deprimierend sein. In diesem Zusammenhang könnte auch der Klimawandel eine verstärkende Rolle spielen – ein Thema, das im Moment vor allem junge Menschen beschäftigt.

Avatar: The Way of Water ist mit geschätzten Produktionskosten von 350 bis 400 Millionen US-Dollar einer der teuersten und technisch aufwendigsten Produktionen aller Zeiten. Ende 2024 soll der dritte Teil in die Kinos kommen – und das Post-Avatar-Depressions-Syndrom wohl wieder tausende Menschen befallen.

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