40 Jahre voller Punk und kein bisschen leise. The Offspring sorgten am 2. Tag von Frequency Festival für Party-Stimmung. Auch mit einer Weltpremiere! Für noch mehr Gänsehaut sorgte Brit-Award-Queen Raye.
„Self Esteem“, "Why Don't You Get a Job?" und natürlich „Pretty Fly (for a White Guy)“ - ewige Punk-Hymnen, die auch schon mehr als 25 Jahre auf dem Buckel haben, und trotzdem noch immer für Mega-Stimmung sorgen. The Offspring feierten am Donnerstag am Frequency Festival vor der dichtgefüllten Space Stage den auch schon 40. Bandgeburtstag. „Spannend dass uns jeder auf dieses Jubiläum anspricht, denn für uns ist das ja eigentlich nur eine Zahl. Wir fühlen uns für immer jung!“

Als Beweis zündete man beim Auftakt der bereits dritten Europa-Tour des Jahres neben ihren unverwüstlichen Punk-Hymnen und Coverversionen von Black Sabbath („Iron Man“), Guns N’ Roses („Sweet Child O’ Mine“) oder The Ramones („Blitzkrieg Pop ) mit den Worten „Get your phones fucking ready“ auch gleich zwei brandneue Songs. „Make It Allright“ und sogar „eine Weltpremiere“: „Light It up“: „Wir benützen die Österreichischen Fans als Versuchskaninchen,“ schmunzeln Sänger Dexter Holland, der beim Vollpower-Konzert im schrägen „Bürokaufmann-Look“ mit Brille, orangefarbene Hemd und Krawatte abrockte, und auch mit lupenreinen Deutsch-Kentnissen punktete („Österreich was ist los?“) und Gitarrist Kevin „Noodles“ Wasserman im oe24 Backstage-Interview.


Am 11. Oktober lässt man das neue Album „Supercharged“ folgen. „Wir wollten schon immer eine CD mit diesem coolen Titel. Musikalisch bleiben wir damit dem klassischen Offspring-Punk-Sound treu. Einzig „Come to Brazil“klingt etwas schräger, aber so stellen wir uns eben den Sound von Brasilien vor. Vielleicht kommt ja auch mal ein Song über Österreich.“

oe24-Reprter Thomas Zeidler-Künz mit Noodles & Dexter Holland von The Offspring
Schließlich ließen The Offspring ja auch in St. Pölten ihr rot-weiß-rotes Herz schlagen. „Wir kommen ja schon seit über 30 Jahren immer wieder gerne nach Österreich und das war wohl das beste Frequency aller Zeiten.“


Fast zeitgleich stimme die coole Brit-Award-Abräumerin Raye auf der kleineren Green Stage die Essenz der preisgekrönten CD „My 21st Century Blues“ an. Und somit deutlich sanftere aber auch edlere Töne. Ein hochqualitatives R&B-und Soul Feuerwerk samt Big Band das aber leider erschreckend wenige Fans anlockte. Wäre auch im elitäreren Rahmen des Konzerthaus besser aufgehoben gewesen als zwischen Fressbuden auf einer Wiese. Beim Frequency zieht ja Hochkarätige Qualität gegen seichte Party-Mucke den Kürzeren.

Raye zündete R&B-Feuerwerk.

Generell bot der zweite Tag vom Frequency einen abwechslungsreichen Musik-Mix, der von gefälligem Indie-Pop (Upsahl) über melancholisches Songwriting (James Arthur) bis zur treibenden Melange aus Punk, Pop, Indie und UK Garage von Yungblud reichte. Dazu lieferte Deutsch-Rapper Ski Aggu auch gleich den Ambros-Klassiker „Schifoan“ und Chart-Überflieger Apache 207 das umjubelte Tagesfinale.

Upsahl (o.) und Ski Aggu (u.) heizten Frequency ein.


Yungblud lieferte Vollpower-Show.



Apache 207 lieferte heißes Tagesfinale.

Am Freitag folgen u.a. Timmy Trumpet, One-Direction-Schnuckel Louis Tomlinson und CRO. Sowie das heiß ersehnte Comeback von RAF Camora nach seiner monatelangen Tinnitus-Pause unter dem Motto „Out of the Dark“.