Im Eistauchen

Markus Rogan bricht für seinen Sohn Weltrekord

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Lange war es ruhig um unseren einstigen Schwimm-Star Markus Rogan. Jetzt meldet er sich zurück - und das gleich mit einem Weltrekord.

"Weltrekord - 111,2 Meter unter dem Eis zu Ehren des ersten Geburtstags meines Sohnes" - mit diesen Worten berichtet der Olympia-Silber-Gewinner Markus Rogan über seinen neuen Weltrekord. Diesen stellte er aber nicht wie bereits mehrmals im Rückenschwimmen auf, sondern im Eistauchen. Am Kärntner Weissensee tauchte Rogan, nachdem ein Loch in den zugefrorenen See gestemmt wurde, 111,2 Meter weit unter einer dicken Eisdecke. Das brachte ihm den Weltrekord im Apnoe-Eistauchen.

 

Die Inspiration dafür holte sich Rogan beim US-Medienanwalt Michael Donaldson, mit dem er gut befreundet ist. Er trainierte den 84-jährigen - ebenfalls am Weißensee - im Apnoe-Eistauchen. Der rüstige Senior schaffte immerhin 20 Meter ohne Neopren-Anzug und Flossen.

Dass Rogans Rekord für die Ewigkeit ist, glaubt er selbst nicht. Der Weltrekord im Apnoe-Tauchen liegt im Schwimmbecken bei 250 Meter - mit Flossen über 300 Meter. Im Eis ist die Situation natürlich eine andere. Bereits ab 60 Meter habe Rogan zu kämpfen gehabt. "Dann schaltet der Körper ein System nach dem anderen ab", berichtet Rogan dem "Standard". Gliedmaßen werden zuerst taub, da der Körper das Blut vermehrt in lebenswichtige Organe pumpt. Auch die Gehirntätigkeit nimmt ab. Kurz vor dem Ertrinken stößt das Gehirn ein Hormon aus, dass die Angst vor dem Tod hemmt. "Du erlebst dich kurz ohne Ego, es wird komplett weggefressen", so Rogan.

Dafür, dass es nicht soweit kommt sorgten fünf Helfer, die sich mit Rogan im Wasser befanden und im Notfall zu Hilfe geeilt wären. Rogan taucht an einem Seil entlang und bei der "Ziellinie" wartete bereits ein Taucher, der Rogan bremsen sollte, falls er die Orientierung verloren hätte.

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