Ärzte in Sorge

Sorge um die Queen! Sie steht unter ärztlicher Beobachtung

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Die Sorge um den Gesundheitszustand von Queen Elizabeth II. hat die königliche Familie am Donnerstag an die Seite der britischen Monarchin eilen lassen.

Die Sorge um den Gesundheitszustand von Queen Elizabeth II. hat die königliche Familie am Donnerstag an die Seite der britischen Monarchin eilen lassen. Ihr ältester Sohn und Thronfolger Prinz Charles begab sich mit seiner Frau Camilla und seinem Sohn Prinz William zur Sommerresidenz Schloss Balmoral, wo sich die 96-jährige Königin aufhielt. Weitere Familienmitglieder, darunter auch Prinz Harry und seine Frau Meghan, wurden erwartet.

+++ Alle Updates finden Sie am Ende des Artikels im Liveticker +++

Der Buckingham-Palast hatte zuvor mitgeteilt, die Ärzte der Königin seien besorgt wegen ihres Gesundheitszustands und hätten ärztliche Überwachung empfohlen. Erst am Dienstag ernannte die Queen Liz Truss zur neuen Premierministerin - ein Ritual, das sie in ihrer Rekord-Regentschaft zuvor bereits mehr als ein Dutzend Mal absolviert hatte.

Das Königshaus teilte mit, die Queen bleibe in Balmoral und habe es bequem. Neben Prinz Charles machten sich demnach auch Elizabeths andere Kinder - Anne, Andrew und Edward - auf den Weg in das schottische Schloss. Die überwiegend im Ausland lebenden Harry und Meghan, die für eine Reihe von Veranstaltungen zurzeit in Großbritannien sind, wollten sich einem Sprecher zufolge auch nach Balmoral begeben. Vergleichbare Familienzusammenkünfte außerhalb von Feiertagen oder wichtigen öffentlichen Veranstaltungen gibt es bei den Royals extrem selten.

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© Getty
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Am Steuer: William fährt mit Andrew, Sophie und Edward zu Schloss Balmoral
 

Am Mittwoch hatte Elizabeth bereits auf Anraten ihrer Ärzte eine Ruhepause eingelegt. Nach Angaben des Palastes hatte sie seit Ende vergangenen Jahres "episodenhafte Mobilitätsprobleme". Spekulationen, sie sei womöglich gestürzt, wurden im Umfeld des Palasts jedoch heruntergespielt. Im Oktober musste Elizabeth eine Nacht im Krankenhaus verbringen und ist seitdem bei öffentlichen Verpflichtungen kürzer getreten.

Aus Politik und Gesellschaft kamen viele besorgte Stimmen sowie gute Wünsche. "Meine Gedanken - und die Gedanken der Menschen in unserem Vereinigten Königreich - gelten in dieser Zeit Ihrer Majestät der Königin und ihrer Familie", erklärte Premierministerin Truss, nachdem die Nachricht vom angeschlagenen Gesundheitszustand der Queen die Runde machte. Oppositionschef Keir Starmer erklärte: "Zusammen mit dem gesamten Land bin ich sehr besorgt über die Nachrichten des Buckingham-Palasts heute Nachmittag."

 

 

Die britische Premierministerin Liz Truss erklärte, das ganze Land sei "zutiefst besorgt" angesichts der Nachrichten von der Queen. "Meine Gedanken - und die Gedanken aller Menschen im Vereinigten Königreich - sind jetzt bei Ihrer Majestät der Königin und ihrer Familie", schrieb Truss im Kurznachrichtendienst Twitter.

Alle Termine abgesagt

Am Vortag hatte die 96-Jährige auf Anraten ihrer Mediziner eine Sitzung ihres Beratergremiums Privy Council abgesagt. Am Dienstag hatte die Queen den Rücktritt des bisherigen Premierministers Boris Johnson entgegengenommen und seine Nachfolgerin Liz Truss ernannt - entgegen der Tradition nicht im Buckingham-Palast, sondern auf Schloss Balmoral, das sie aus Gesundheitsgründen nicht für die Zeremonie verlassen wollte.

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© Jane Barlow/AP
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Queen trifft am 6. September auf Liz Truss und ernennt sie zur neuen Premierministerin

Elizabeth II. leidet seit Längerem unter gesundheitlichen Problemen und hatte die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte stark reduziert. Immer häufiger ließ sie sich im vergangenen Jahr durch ihren Sohn Prinz Charles vertreten. Dieser ersetzte sie erstmals auch bei der Parlamentseröffnung im Mai und verlas an ihrer Stelle das Programm der Regierung für die kommende Sitzungsperiode.

Auch bei den viertägigen Feiern im Juni zu ihrem 70. Thronjubiläum zeigte sich die Queen ihren Anhängern nur zweimal kurz auf dem Balkon des Buckingham-Palasts. Bei allen öffentlichen Auftritten präsentierte sie sich dann aber stets lächelnd und gut gelaunt.

Längstregierende Monarchin

Elizabeth II. blickt auf die längste Regentschaft in Großbritannien zurück und ist zugleich die derzeit älteste amtierende Monarchin der Welt. Erst kürzlich feierte sie ihr 70. Jubiläum auf dem Thron, den sie 1952 mit gerade einmal 25 Jahren nach dem Tod ihres Vaters George VI. bestiegen hatte. Damals war Winston Churchill Premierminister. In ihrer Amtszeit gab es bisher 14 US-Präsidenten, von Harry S. Truman bis Joe Biden.

Die Queen ist Regentin nicht nur über Großbritannien, sondern auch über rund ein Dutzend andere Länder des Commonwealth, darunter Kanada, Australien und Neuseeland. Für viele Menschen weltweit ist sie schlicht die Personifizierung Großbritanniens. Innerhalb des Vereinigten Königreichs gilt sie als Symbol von Pflichtbewusstsein und Stabilität, auch in Zeiten politischer Krisen oder von Turbulenzen in der königlichen Familie selbst. Experten betrachten ihre Popularität als Stütze der jahrhundertealten Monarchie.

Bei den Feierlichkeiten zu ihrem Thronjubiläum sagte die Queen: "Die Freundlichkeit, Freude und Seelenverwandtschaft, die in den vergangenen Tagen so deutlich geworden ist, hat mich sehr inspiriert, und ich hoffe, dass dieser Gemeinschaftssinn noch viele weitere Jahre zu spüren sein wird."

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 19:00

US-Präsident und First Lady in Gedanken bei Queen

US-Präsident Joe Biden und seine Ehefrau sind nach Angaben des Weißen Hauses in Gedanken bei der Queen. "Der Präsident ist natürlich heute Morgen informiert worden und wird im Laufe des Tages über die Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich auf dem Laufenden gehalten. Seine Gedanken und die der First Lady sind heute ganz bei der Queen und ihrer Familie", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, am Donnerstag in Washington.

Bei einer Video-Konferenz mit Verbündeten habe der US-Präsident der neuen britischen Premierministerin Liz Truss mitgeteilt, dass er und seine Frau fest an die Queen, ihre Familie und die Menschen im Vereinigten Königreich dächten.

 18:10

Menschen versammeln sich am Palast und in Windsor

Aus Sorge um Königin Elizabeth II. sind Menschen am Buckingham Palast in London, am Wohnsitz der Queen in Windsor und vor der Sommerresidenz Balmoral in Schottland zusammengekommen. Vor dem Palast in London hätten sich bei Regen am Donnerstag etwa Hundert Menschen versammelt, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Einige Touristen seien in Tränen ausgebrochen, berichtete die BBC. Auch nach Windsor kämen die ersten Menschen.

 18:09

Meghan reist nicht zu Queen nach Balmoral

Herzogin Meghan (41) reist britischen Medien zufolge nicht nach Balmoral, um bei der Queen zu sein. Das meldete unter anderem die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag. Zuvor hatte es geheißen, dass Prinz Harry (37) und seine Frau Meghan gemeinsam nach Schottland reisen.

Harry war wie ein Großteil der Royal Family auf Schloss Balmoral geeilt, nachdem der Palast mitgeteilt hatte, dass die Queen von ihren Ärzten aus Sorge um ihre Gesundheit unter Beobachtung gestellt wurde.

Harry und Meghan, die sich vor zwei Jahren vom engeren Kreis des Königshauses losgesagt hatten, leben inzwischen mit ihren beiden Kindern Archie (3) und Lilibet (1) im US-Bundestaat Kalifornien. Sie halten sich aber derzeit für verschiedene wohltätige Termine in Europa auf. Erst am Dienstag besuchten sie Düsseldorf.

 17:25

Prinz William und Prinz Andrew in Schottland gelandet

Wie nun bekannt wurde, sind Prinz William und Prinz Andrew mittlerweile ebenfalls in Schottland gelandet. Sie kamen in einem Privatjet am Flughafen Aberdeen an.

 17:16

Premierministerin Truss bleibt in London

Die neue britische Premierministerin Liz Truss wird nicht nach Schottland reisen.

 17:06

BBC berichtet von Krebs-Erkrankung

Laut dem Royal-Korrespondenten der BBC gab es Gerüchte, Elizabeth II. sei an Krebs erkrankt. Bestätigt wurde das aber nicht.

 16:59

Privatjet mit Royals landet in Schottland

Laut dem "Guardian" ist vor wenigen Minuten ein Privatjet der Royals in Aberdeen gelandet. An Board waren sieben Mitglieder der königlichen Familie.

 16:48

Kirche betet für die Queen

Die Kirchen in Großbritannien zeigen sich laut Kathpress besorgt über den Gesundheitszustand von Elizabeth II. (96). Der Lambeth Palace, Sitz des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, teilte via Twitter mit: "Gemeinsam mit Anglikanern auf der ganzen Welt beten wir für Ihre Majestät Königin Elizabeth II. und ihre Familie. Wir beten um Gottes Gegenwart, um die Königin, die königliche Familie und alle, die sich um Ihre Majestät kümmern, zu stärken und zu unterstützen."

 16:46

BBC unterbricht TV-Programm

Der öffentlich-rechtliche Sender BBC hat sein reguläres TV-Programm bereits unterbrochen und eine durchgehende Sondersendung zum Zustand der Queen begonnen.

 16:45

William reiste zur Queen, Kate bleibt bei den Kindern

Während Prinz William und andere Familienmitglieder aus Sorge um die Gesundheit der Queen zu deren Sommerresidenz Schloss Balmoral reisen, bleibt Herzogin Kate in Windsor. Sie kümmere sich um die drei Kinder des Paares, die am Donnerstag ihren ersten Tag an der neuen Schule hatten, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

 16:27

Verfassungsrechtler für Überarbeitung der royalen Vertretungsregeln

Angesichts der schwindenden Kräfte der Queen sieht der britische Verfassungsrechtler Craig Prescott die Zeit für eine Überarbeitung der royalen Regeln gekommen. Besser als wichtige Termine der Queen kurzfristig zu verschieben sei, bereits im Vorfeld für Vertretung zu sorgen, sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Daher sei es wichtig, die Vertretungsregelung anzupassen, findet Prescott. Diese ist bisher vor allem während Auslandsreisen der Queen zur Anwendung gekommen und gilt nicht für die wichtigsten Aufgaben. So kann beispielsweise nur die Königin allein einen neuen Regierungschef ernennen oder das Parlament auflösen.

Außerdem ist der Kreis der Personen, die als Vertretung in Frage kommen, eng begrenzt. Dem derzeitigen Stand zufolge müssen für die Queen zwei von nur vier Counsellors of State einspringen. Das sind den derzeitigen Regeln zufolge Thronfolger Prinz Charles (73), Prinz William (40) sowie Prinz Andrew und Prinz Harry (37).

 16:27

Harry und Andrew können Queen nicht mehr vertreten

Das Problem: Sowohl Harry als auch Andrew kommen als Vertreter der Queen nicht mehr infrage. Andrew hat sich durch seine Verstrickung in den Missbrauchsskandal um den inzwischen gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein ins Aus manövriert.

Prinz Harry hingegen hat sich freiwillig aus dem Königshaus zurückgezogen. Er lebt inzwischen mit seiner Frau, Herzogin Meghan (41), und den beiden gemeinsamen Kindern Archie (3) und Lilibet (1) in Kalifornien. Mit seinem Vater Charles und seinem Bruder William ist er zerstritten und scheut sich nicht, immer wieder Öl ins Feuer zu gießen. Demnächst wird mit der Veröffentlichung seiner Memoiren gerechnet, die sich als Abrechnung mit den Windsors entpuppen dürften.

Prescott fordert daher eine Gesetzesänderung für den Fall, dass sowohl Charles als auch William im Ausland sind und beispielsweise rasch ein Gesetz verabschiedet werden muss. Denkbar, so der Verfassungsrechtler, wäre beispielsweise, auch Prinzessin Anne und weitere Royals in den Kreis der Counsellors of State aufzunehmen.

 16:25

Wachablöse beim Buckingham Palast wurde heute abgesagt

w960dp-h640dp.jpg © APA/AFP

 16:25

Familie unterwegs nach Schottland

Medienberichten zufolge sind alle vier Kinder an ihre Seite geeilt oder auf dem Weg dorthin. Wie die BBC am Nachmittag berichtete, waren Prinz Charles (73) und seine Frau, Herzogin Camilla (75), sowie Prinzessin Anne (72) bereits auf Schloss Balmoral in Schottland eingetroffen. Prinz Andrew (62) sowie sein jüngerer Bruder Prinz Edward (58) und dessen Frau Gräfin Sophie (57) waren Medienberichten zufolge auf dem Weg. Bestätigt wurde, dass auch Prinz William (40) und dessen Bruder Prinz Harry (37) mit seiner Frau Meghan (41) auf dem Weg waren. Der jüngere Sohn von Prinz Charles und seine Frau leben in Kalifornien und werden nur selten in Großbritannien gesichtet.

 16:19

Liveticker zum Gesundheitzustand der Queen

Die Ärzte der britischen Königin Elizabeth II. machen sich Sorgen um die Gesundheit der 96 Jahre alten Monarchin. Das teilte der Buckingham-Palast am Donnerstag mit. "Nach einer weiteren Bewertung heute Morgen sind die Ärzte der Königin besorgt um die Gesundheit Ihrer Majestät und haben empfohlen, dass sie unter medizinischer Beobachtung bleibt", sagte ein Palastsprecher. Die Queen fühle sich aber wohl und bleibe auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral, hieß es weiter.

Elizabeth II. blickt auf die längste Regentschaft in Großbritannien zurück und ist zugleich die derzeit älteste amtierende Monarchin der Welt. Erst kürzlich feierte sie ihr 70. Thronjubiläum. Sie hatte den Thron 1952 nach dem Tod ihres Vaters George VI. mit 25 Jahren bestiegen. Damals war Winston Churchill Premierminister. Es folgten mehr als ein Dutzend weitere Regierungschefs.