Spera: Habe Covid unterschätzt

Ex-"ZiB"-Sprecherin spricht über ihre Erkrankung

Spera: Habe Covid unterschätzt

Ex-„ZiB“-Lady Danielle Spera beschrieb in einer Pressekonferenz ihre Erfahrungen.

Danielle Spera spricht offen über ihre Corona-Erkrankung: „Ich hab es für mich für ausgeschlossen gehalten, dass ich mich je mit Covid-19 infizieren würde. Ich habe immer auf Hygiene ge­achtet, Händewaschen war seit der Kindheit ein Credo. Grippeimpfen war klar: jedes Jahr. Sportlich bin ich, mache Yoga, Tennis, Laufen, Turnen, jeden Tag. Für mich war Covid kein Thema, das mich je betreffen könnte. Und jetzt bin ich eine dieser 400.040. ­Angesteckt wurde ich auf einer Dienstreise im Flugzeug. Negativ hingeflogen, positiv zurückgekehrt.“

"Hatte milden Verlauf, mein Mann war im Spital"

„Mein Verlauf war relativ mild. Vier Tage hohes Fieber, vier Tage Rückenschmerzen, die ich mit Schmerzmitteln bekämpft habe. Währenddessen ist es meinem Mann immer schlechter gegangen, er musste nach zehn Tagen ins Spital, war dort eine Woche. Mir ist es aber wirklich wieder gut gegangen, ich habe mich fit gefühlt. Zwei Monate später kamen die Atemprobleme, der ­Geschmacks- und Geruchssinn ist bis heute nicht zurückgekommen. Ich habe die Langzeitschäden völlig unterschätzt.“

"Tochter hatte hohes Fieber – sie ist erst 24"

„Das Heikle, das Komplizierte an Covid ist, dass es kein Muster gibt. Es kann jeden Menschen anders betreffen, jemand Jungen, jemand Betagten, es gibt kein Muster. Ich sehe es an meiner Familie, wo mein Mann so schwer erkrankt ist, wo meine Tochter in den USA ganz anders betroffen war mit Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn, mit sehr hohem Fieber und Schmerzen, und sie ist jetzt gerade 24 geworden.“

"Leben verändert"

„Covid hat das Leben von uns allen verändert. Wir hoffen, dass wir möglichst bald wieder zu unserem normalen Leben zurückkehren. Die Forschung arbeitet mit Hochdruck daran, bessere Medikamente und Impfstoffe zu finden. Das Testen wirkt sich gut aus, die Impfsituation wird sich auch verbessern. Unser Vorbild ist Israel. Meine jüngste Tochter ist 18, sie lebt gerade für ein Jahr dort und hat jetzt ihre zweite Impfung bekommen. Also das sollte uns als Vorbild dienen.“