Gewinnshows: 24-Millionen Prozess

TV-Macher vor Gericht

Gewinnshows: 24-Millionen Prozess

Mit Call-In-Shows verdienen TV-Macher ein Vermögen: Während die Zuseher fleißig zum Telefon greifen und hoffen, ins Studio durchgestellt zu werden und bei einer richtigen Antwort abzukassieren, klingelt bei jedem einzelnen Anruf die Kasse. Doch das scheint zwei Managern einer solchen Quizshow nicht gereicht zu haben. Wie die deutsche Bild Zeitung berichtet, sollen die beiden Männer einen Millionen-Betrug aufgezogen haben.

Falsche Kandidaten?
Der Vorwurf: Sie sollen Fake-Anrufer organisiert und eingesetzt haben, die einfache Rätsel lösten und so Scheingewinne einstreiften, während die echten Kandidaten in der Wartschleife hingen und dafür teuer bezahlten. Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt "in alle Richtungen"; es geht um 24 Millionen Euro.

Die Männer sollen Sendungen in Deutschland, der Schweiz und auch in Österreich produziert haben, heißt es. Der Sprecher eines deutschen Senders, der mit ihnen arbeitete, sagte der Bild Zeitung dazu: "Wir haben das Vertragsverhältnis zum 30.09.2008 beendet." Die Ermittlungen gegen das Duo seien ihm aus der Presse bekannt.

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