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Sechs kostbare Minuten beim Arzt

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Wie Sie das kurze Gespräch mit Ihrem Arzt optimal nutzen.

Nur sechs Minuten dauert ein durchschnittliches Gespräch mit einem Arzt. Und bereits nach 30 Sekunden wird man das erste Mal unterbrochen, wenn man dem Doktor seine Beschwerden schildert. Wer unter solchem Zeitdruck Antworten auf alle seine Fragen bekommen will, der muss sich gut vorbereiten, sagt Hans Haltmeier, Chefredakteur der "Apotheken Umschau":

Fragen aufschreiben
"Es stimmt, die Zeit ist wirklich kurz. Und deswegen sollte man die wenigen Minuten auch optimal nutzen. Hilfreich ist es da, die Fragen schriftlich vorzubereiten. Also zum Beispiel, seit wann die Beschwerden auftreten, welche Symptome man spürt und welche Medikamente man schon einnimmt."

Nachfragen!
Viele Patienten scheuen sich, dem Arzt in die Parade zu fahren. Zu groß ist der Respekt vor den Halbgöttern in Weiß. Respekt ist zwar gut, das Gespräch sollte aber trotzdem auf Augenhöhe stattfinden. Und wenn Sie etwas nicht verstehen - nachfragen! Zum Beispiel ob ein bestimmtes Medikament wirklich notwendig ist.

Manchmal hat man Zweifel an dem, was der Arzt sagt. Oder man hat es nicht verstanden oder man kann sich nicht entscheiden. Wie verhält man sich in so einer Situation am besten?
Hans Haltmeier: "In aller Regel sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen, also keine Entscheidung überstürzen. Man sollte sich die Vor- und Nachteile erklären lassen und auch mit einer Vertrauensperson noch einmal besprechen. Und im Zweifel auf alle Fälle auch eine zweite Meinung eines Arztes einholen."

Zweite Meinung
Wer einen zweiten Arzt befragen möchte, kann sich seine Patientenakte kopieren lassen oder seine Röntgenaufnahmen ausleihen, schreibt die "Apotheken Umschau". Ein guter Arzt wird auf diesen Wunsch mit Verständnis reagieren.

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