Trump setzt seine am Wochenende angedrohten Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage aus. Hoffnung auf eine Verhandlungslösung. Die Börse schließt im Plus.
An den US-Börsen hat am Montag die vage Hoffnung auf eine Entspannung des Iran-Kriegs für Gewinne gesorgt. US-Präsident Donald Trump setzte seine am Wochenende angedrohten Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage aus mit dem Hinweis, es gebe "produktive Gespräche".
Dow Jones 1,38% im Plus
Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit plus 1,38 Prozent auf 46.208,47 Zähler. Am Freitag war der Dow auf den tiefsten Stand seit September gefallen.
Ghalibaf dementiert
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte allerdings die Aussagen Trumps: Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben.
Der marktbreite S&P 500 erholte sich zum Wochenauftakt um 1,15 Prozent auf 6.581,00 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 1,38 Prozent und schloss bei 21.946,76 Zählern.
Ölkonzerne in Gewinnzone
Die zuletzt vom Ölpreis stark angetriebenen Kurse von US-Ölkonzernen wie ExxonMobil oder Chevron gaben mit dem wieder fallenden Ölpreis zunächst nach, drehten im Verlauf aber wieder klar ins Plus und schlossen auch in der Gewinnzone. Anleger nutzten hier schon geringe Kursverluste zum Einstieg.
Erleichtert zeigten sich die Anleger bei Fluggesellschaften. Titel von American Airlines und Delta Air Lines verteuerten sich um 3,6 bzw. 2,7 Prozent. Papiere von United Airlines stiegen um 4,5 Prozent.
Eine Erholung gab es auch im Technologiesektor zu beobachten. Diese war zuvor schon in Europa erkennbar und dem schlossen sich im New Yorker Handel auch die sieben wichtigsten Tech-Riesen der USA an, die sogenannten Glorreichen Sieben. Deren Kursgewinne reichten bis zu 3,5 Prozent für Tesla. Für Aufmerksamkeit sorgte am Wochenende der Konzernchef des Elektroautobauers, Elon Musk, der Pläne zum Bau einer gigantischen Chipfabrik bekannt gab.
Papiere von Estee Lauder sackten um fast 8 Prozent ab auf ein Tief seit vergangenem Sommer. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge will der Kosmetikkonzern mit der spanischen Mode- und Kosmetikgruppe Puig zusammengehen. Puig bestätigte Verhandlungen mit Estee Lauder.