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Inflation: Was tun, wenn sie wieder steigt? Krypto als Antwort?

Hohe Inflation ist das Thema Nummer Eins in Österreich. Welche Möglichkeiten haben Sparer, um ihr Geld wertbringend zu vermehren?

Steigende Inflation schmälert Kaufkraft und klassische Sparformen verlieren real an Wert. Viele Anleger suchen daher nach Alternativen, die nicht beliebig vermehrbar sind. Digitale Vermögenswerte wie Bitcoin werden oft als Inflationsschutz diskutiert, da ihre Menge begrenzt ist (21 Millionen Bitcoin, erwerbbar in kleineren Untereinheiten) und sie unabhängig von Geldpolitik funktionieren. Gleichzeitig bleiben sie volatil und eignen sich eher als langfristige Beimischung. Wer sich breiter aufstellt, etwa durch Sachwerte, Aktien und ausgewählte Krypto-Assets, kann Risiken streuen und besser auf ein inflationäres Umfeld reagieren.

Erst Notgroschen, dann investieren

Wer Inflationssorgen hat, sollte zuerst einen Grundpfeiler wie den Notgroschen einrichten. Das sind etwa 3 Monatsgehälter an täglich verfügbarem Geld auf Giro- oder Tagesgeldkonto, das für alle Eventualitäten zur Verfügung steht.

Danach kann man in Krypto mit einem klar definierten Plan einsteigen, etwa einem monatlichen Sparplan, den es beim Wiener Broker Bitpanda gibt. Auch einmalige Käufe sind möglich. Warum Krypto-Assets ein Schutz gegen die Teuerung sein können? Sie sind begrenzt und können nicht einfach von einer Zentralbank neu geschaffen werden. 

Mehrere Jahre Anlagehorizont

Wer in Krypto-Assets anlegt, sollte sich nicht von kurzzeitigen Schwankungen schrecken lassen. Über fünf Jahre hinweg haben sich Investments in Bitcoin oder Ethereum bisher gelohnt. Hier ein Beispiel.

Bitcoin hatte eine prozentuellen Anstieg von 270% seit dem Anfang 2021. Es stieg von rund 20.000 Euro innerhalb von fünf Jahren auf aktuell rund 72.000 Euro.  Aus tausend Euro in Bitcoin wurden nach fünf Jahren 3.700 Euro.

Hätte man die tausend Euro unter dem Kopfkissen gelassen - oder gering verzinst bei der Bank - wäre ihr Wert real hingegen gesunken. Denn die Inflation betrug gut und gern 20 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. 

Die zweitgrößte Krypto-Blockchain Ethereum hat in den letzten fünf Jahren um 346 Prozent zugelegt. Mehr als Bitcoin. Tausend Euro in Ether wurden zu 4460 Euro.

Gold legte um 140 Prozent zu - hat sich also mehr als verdoppelt. Aus 1.000 Euro wurden 2.400 Euro. Die Unze kostete Anfang 2021 noch 1540 Euro. Und Anfang 2026 kostet eine Unze Gold rund 3680 Euro. Silber legte sogar um 156 Prozent zu, dank der jüngsten Rallye. Hier wurden aus 1.000 Euro innerhalb von fünf Jahren 2.560 Euro.

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