Sie heißen Dogecoin, Shiba Inu oder Pepe: Meme-Coins sorgen regelmäßig für Schlagzeilen. Was dahintersteckt und auf was man 2026 achten sollte.
Sogenannte Meme-Coins gelten als die wohl ungewöhnlichste Spielart des Kryptomarktes. Entstanden aus Internet-Kultur, Humor und Community-Hypes, haben sie sich von Spaßprojekten zu Milliarden-Assets entwickelt. Doch wie groß ist das Potenzial – und wo liegen die Risiken?
Was sind Meme-Coins und warum gibt es sie?
Meme-Coins sind Kryptowährungen, die meist nicht aus einem technologischen Durchbruch entstanden sind, sondern aus Internet-Memes, Popkultur oder Social-Media-Trends. Der bekannteste Vertreter ist Dogecoin (DOGE), der 2013 ursprünglich als Parodie auf Bitcoin gestartet wurde.
Der Reiz an der Sache: Meme-Coins sind leicht verständlich, emotional aufgeladen und oft stark community-getrieben, man ist als Besitzer Teil einer Gruppe. Die Coins senken die Einstiegshürde für neue Anleger und funktionieren weniger über komplexe Whitepaper als über Aufmerksamkeit, Storytelling und virale Dynamik.
Bekannte Meme-Coins im Überblick
Neben Dogecoin haben sich in den letzten Jahren zahlreiche weitere Meme-Coins etabliert, also Token, von denen die meisten auf der Ethereum-Blockchain laufen. Darunter:
- Shiba Inu (SHIB) – positionierte sich als „Dogecoin-Killer“ und wirbt ebenfalls mit einem Hund
- Pepe (PEPE) – stark an Internet-Kultur angelehnt
- Floki (FLOKI) – inspiriert vom Hund von Elon Musk
- Bonk (BONK) – populärer Coin im Solana-Ökosystem
Einige dieser Projekte versuchen mittlerweile, über reine Meme-Narrative hinauszugehen und zusätzliche Anwendungsfälle oder Ökosysteme aufzubauen.
Rückblick: Die großen Meme-Coin-Rallyes
Besonders prägend war die Dogecoin-Rallye 2021. Getrieben durch Social Media, Reddit-Foren und prominente Unterstützer wie Elon Musk stieg DOGE zeitweise um mehrere tausend Prozent.
Diese Phase zeigte zwei Dinge sehr deutlich:
Einerseits das enorme kurzfristige Gewinnpotenzial, andererseits die extreme Volatilität. Auf starke Kursanstiege folgten teils ebenso heftige Korrekturen.
Chancen und Risiken aus Investorensicht
Befürworter sehen Meme-Coins als Ausdruck einer neuen Finanzkultur: demokratisch und offen für neue Zielgruppen. Gerade in Bullenmärkten können sie als Stimmungsbarometer dienen und Aufmerksamkeit in den Gesamtmarkt ziehen.
Kritiker warnen hingegen vor mangelnder Substanz, spekulativen Übertreibungen und der Abhängigkeit von kurzfristigen Hypes. Viele Meme-Coins reagieren stark auf Social-Media-Trends und können schnell an Bedeutung verlieren.
Hochspekulativ, aber nicht bedeutungslos
Meme-Coins sind kein Ersatz für langfristig orientierte Krypto-Investments. Aber sie sind längst mehr als nur ein Witz. Wer sie als hochrisikoreiche Beimischung versteht, sich gut informiert und ein klares Risikomanagement verfolgt, kann an einem der dynamischsten Segmente des Kryptomarkts teilhaben.
Bitpanda-Hauptquartier in Wien.
Gerade regulierte Handelsplattformen wie Bitpanda setzen dabei auf Transparenz, Aufklärung und einen sicheren Zugang zu digitalen Assets. Das ist ein entscheidender Faktor in einem Markt, der von Emotionen lebt.