Beide Strategien haben ihre Vor- und Nachteile. Die Kombination macht’s.
Macht es überhaupt Sinn, Geld zu sparen, oder sollte jeder, der ein bisschen extra Geld hat, über das Investieren nachdenken? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Denn wo der Geldpolster am besten aufgehoben ist, hängt von der jeweiligen finanziellen Situation, den persönlichen Zielen und der individuellen Risikobereitschaft ab.
Sparen für die finanzielle Sicherheit
Liegt extra Geld auf dem Konto, bringt es zwar keine Zinsen, aber es ist wenigstens sicher. Der große Vorteil: Das Geld ist sofort verfügbar, wenn zum Beispiel eine Reparatur ansteht oder eine Urlaubsreise geplant wird. Allerdings verliert es auf dem Konto ständig an Kaufkraft, da die Sparzinsen schon seit Jahren unter der Inflation liegen. Was Sie heute für 1.000 Euro bekommen, könnte in einigen Jahren schon deutlich teurer sein.
Investieren: Chance mit Risiko
Wer investiert, lässt idealerweise das Geld für sich arbeiten – geht aber auch ein Risiko ein, ganz egal, ob es Aktien, Anleihen, ETFs oder Kryptowährungen sind. Denn hier können die Kurse deutlich schwanken und man muss im schlimmsten Fall mit hohen Verlusten rechnen. Es braucht also gute Beratung und idealerweise einiges an eigenem Wissen, um sich auf den Anlegermärkten zurechtzufinden. Mit Geduld, einer guten Strategie und Glück lässt sich aber das eigene Kapital durch Investitionen deutlich vermehren – ein langfristiger Schutz vor Inflation.
Die richtige Kombination
Finanzberater empfehlen, auf jeden Fall einen Notgroschen für die sofortige Liquidität auf dem Konto zu haben. Er sollte mindestens drei bis sechs Monatsgehälter umfassen. Erst wenn diese Rücklage vorhanden ist, kann man beginnen, kleine Beträge zu investieren. Dabei ist es ratsam, nur so viel Geld zu riskieren, wie man auch zu verlieren bereit ist, ohne in existenzielle Schwierigkeiten zu geraten.