Eklat um gecoverten Fendrich-Song

Für Wahlkampf missbraucht

Eklat um gecoverten Fendrich-Song

Deutsche Bürgemeisterin coverte "Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk".

Nach der Veröffentlichung einer Coverversion eines Songs von Rainhard Fendrich prüft dessen Musikverlag weitere Schritte gegen die singende Bürgermeisterin aus dem niederbayerischen Kollnburg. "Selbstverständlich steht es jedermann frei, Titel zu interpretieren", so Harald Karl vom Gedur-Musikverlag in einem Statement gegenüber der APA. "Wir verwehren uns aber gegen jegliche politische Vereinnahmung." Deshalb habe man das Video zu "Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk" von Josefa Schmid (FDP) auf YouTube sperren lassen.

Gegen politische Nutzung
"Wir werden zunächst prüfen, zu welchen Zwecken Frau Schmid die Aufnahmen etwa politisch im Wahlkampf nutzt, bevor über die weitere Vorgehensweise endgültig entschieden wird", so Karl weiters. Die Politikerin hatte den Song von Fendrich neu aufgenommen und auf der Videoplattform veröffentlicht. Schmid beteuerte am 26. August, sie habe keinerlei politische Ambitionen mit dem Lied gehabt. "Es ist als reine Liebeserklärung an meine Heimat gedacht gewesen", zitiert die dpa die FDP-Politikerin. Sie kündigte an, Kontakt mit dem Management und dem Musikverlag Fendrichs aufzunehmen. "Ich hoffe, das Ganze nimmt eine gute Wendung, weil ich das Lied schon gerne wieder ins Netz stellen möchte."

Mit Fendrich Song auf Stimmenfang
Die 2012 von der CSU zur FDP übergetretene Politikerin will im September in den bayerischen Landtag einziehen. Schmid singt seit ihrer Kindheit und spielt nach eigenen Angaben zehn Instrumente - von Gitarre über Harfe bis Zither. Bereits 2009 veröffentlichte sie den "Kollnburg-Song" über ihren Heimatort im Landkreis Regen. Seit 2008 ist sie Bürgermeisterin der knapp 3.000 Einwohner zählenden Gemeinde.

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