Irrer spannte Drahtfalle

1.000 Euro Kopfgeld auf Radl-Hasser

Drahtseil-Falle bei U-Bahnvorplatz in Wien
© LPD Wien
Wegen eines gespannten Drahtseils stürzte ein Lehrer und verletzte sich schwer.
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Wien. Alexander J. hätte tot sein können. Der 30-jährige Englischlehrer ist jener Radfahrer, der am 1. Mai am Urban-Loritz-Platz in Wien-Neubau über eine gespannte Drahtfalle stürzte und sich zahlreiche Knochenbrüche zuzog – ÖSTERREICH berichtete. Während die Polizei noch immer nach dem irren Radl-Hasser fahndet, hat der zweifache Familien­vater selbst die Initiative ergriffen. Er verteilte Flugblätter auf der Suche nach dem Täter, setzte jetzt auch eine Belohnung aus: 1.000 Euro für jeden Hinweis, der zur Ergreifung des Unbekannten führt.

Gefährliches Drahtseil am Urban-Loritz-Platz
© Oe24 - Gefährliches Drahtseil am Urban-Loritz-Platz

Der Lehrer war auf dem Weg zu einem Freund, als das Unglück passierte. Zeugen blieben erstarrt stehen, als sie den Radler meterhoch durch die Luft fliegen sahen. Mit voller Wucht knallte der 30-Jährige anschließend mit dem Gesicht auf den Asphalt und blieb verletzt liegen.

Drahtseil-Falle bei U-Bahnvorplatz in Wien
© LPD Wien

Vierstündige Operation im AKH

Im Wiener AKH musste das Unfallopfer regelrecht zusammengeflickt werden: „Im Gesicht habe ich mir bei dem Sturz vier Knochen gebrochen“, sagt Alexander J. Das Schlimmste aber: Sein rechter Ell­bogen wurde komplett zertrümmert, vier Stunden operierten die Ärzte.

Seinen Arm wird der Englischlehrer wohl niemals wieder ganz ausstrecken können, er trägt eine Hightech-Schiene und Platinschrauben und Stifte im Arm. Nur mit Schmerzmitteln kann der 30-Jährige nachts halbwegs durchschlafen.

Radfahrer und Drahtseil-Opfer Alexander J. mit einer Ellbogen-Schiene
© oe24

Inzwischen hat sich ­Alexander J. einen Anwalt genommen, wird den Radfahrer-Hasser nach seiner Ergreifung auf Schmerzensgeld verklagen. Wichtiger aber ist für ihn, dass er ab Herbst wieder in der Schule unterrichten kann.

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