Lauda sah erstmals seit OP seine Zwillinge

Nach sechs Wochen im Spital

Lauda sah erstmals seit OP seine Zwillinge

Öffentlichkeit und F1-Zirkus sehnen ihn sich zurück. Niki Lauda geht es besser.

Wien. Der Weg zurück für Niki Lauda ist lang und mühsam. Aber die gute Nachricht ist: „Es geht bergauf, Niki geht es besser“, hört man aus dem Spital. Vor sechs Wochen wurde der 69-jährigen Formel-1-Legende die Lunge transplantiert – und noch immer darf er die Intensivstation im Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) nicht verlassen. Seine neue Lunge funktioniert zwar und er schwebt Gott sei Dank nicht mehr in Lebensgefahr, doch es dauert noch, bis Laudas Körper das fremde Organ vollständig angenommen hat.

Außerdem ist die Gefahr groß, dass er sich bei anderen Personen mit Viren oder Bakterien infiziert – und das wäre letal.

Das Ärzteteam um Weltkapazität Prof. Walter Klepetko, der die erfolgreiche Operation geleitet hatte, ist also weiter vorsichtig.

Familie bei ihm. Nur seine Familie, Ehefrau Birgit, Bruder Florian und seine Kinder, die Söhne aus erster Ehe, Lukas und Mathias, dürfen zu ihm. Und: Erstmals waren Anfang dieser Woche auch die beiden achtjährigen Zwillinge Max und Mia bei Niki auf der Intensivstation und durften nach sechs Wochen zu ihrem Papa.

Auch Wolff besucht ihn. Heute will sein Freund und Kollege, Mercedes-Chef Toto Wolff, Lauda im AKH besuchen. Er sagt im Gespräch mit ÖSTERREICH: „Erst wenn jemand nicht dabei ist, merkst du, wie sehr du ihn vermisst. Niki geht dem ganzen Team ab. Ich wünsche ihn uns schnell wieder zurück.“

Lange Pause. Bis Lauda wieder aktiv ins Renngeschehen eingreifen kann, wird es noch dauern. Auch wenn er aus der Intensivstation entlassen wird – voraussichtlich in drei, vier Wochen – wird er noch nicht fliegen dürfen. 

50 Pillen. Eine lange Erholungspause und eine intensive Therapie sind nötig. Lauda muss viel Bewegung und Atemübungen machen und sich auf seine künftige Medikation einstellen.

Schon jetzt hält sich Lauda aber dauernd auf dem Laufenden. Sowohl per Handy als auch per TV. Was seine Airline betrifft, aber natürlich auch über das Geschehen in der Formel 1.

Die Grands Prix von Spa und Monza hat er mitverfolgt, mit Toto Wolff kommuniziert er per WhatsApp.

 

Toto Wolff über Freund Niki: "Er würde am liebsten schon heute wieder raus"

Bei oe24.TV sprach Mercedes-Teamchef Toto Wolff mit Niki Fellner über Laudas Genesung.

Niki Fellner: Ganz Österreich bewegt die Frage: Wie geht es Niki Lauda? Ist er auf dem Weg der Besserung?

Toto Wolff: Wenn einer kämpft, dann der Niki. Es geht jeden Tag bergauf. Wir sind per WhatsApp in Kontakt miteinander. Er verfolgt alle Rennen der Formel 1. ist voll mit dabei. Alles, was ich höre, ist positiv.

Fellner: In der deutschen Zeitung „Die Welt“ sagten Sie, Sie haben sich bei den Rennen immer beim Abendessen mit Niki Lauda ausgetauscht. Wie sehr fehlt Ihnen das?

Wolff: Das fehlt mir besonders, das hatte ich vorher unterschätzt. Wir sind seit fünf, sechs Jahren nicht nur eine Reisegemeinschaft. Im Fahrerlager streiten wir mit den Mitbewerbern um Rennsiege, da ist es gut, an den Abenden einen Rückzugsort zu haben, an dem man miteinander reden kann. Da Niki und mich vor allem die Formel 1 interessiert, war das immer die Zeit, die besonders gut war. Das geht mir heute ab. Jetzt ist eine Frage: Was mache ich am Abend, wenn ich nicht den Niki treffen kann?

Fellner: Werden Sie ihn hier in Wien sehen können?

Wolff: Nach so einer Operation geht es vor allem darum, ihm Ruhe zu geben. Ich bin nach Wien in der Hoffnung gekommen, dass ich ihn sehen kann. Wir werden sehen, ob es für ihn in den nächsten Tagen passt.

Fellner: Kann man schon abschätzen, wie lange er noch im Spital bleiben muss?

Wolff: Es geht bergauf, das ist das Wichtigste. Die Ärzte werden entscheiden, wie schnell es geht. Er selbst ist ungeduldig, würde am liebsten schon heute wieder raus.

Fellner: Er schaut schon Formel-1-Rennen!

Wolff: Ja, und er ist der Einzige, der eine Operation verschieben kann, weil das Formel-1-Rennen am Nachmittag stattfindet. Da hat er dann keine Zeit.

Fellner: Rechnen Sie mit seiner Rückkehr in die Formel 1 zu Mercedes?

Wolff: Absolut! So wie ich ihn kenne, mit seinem Willen und seiner Kämpfernatur, wird er zurückkehren. Jetzt geht es darum, wann es das erste Mal ist. Ich würde mir schon wünschen, dass er in seine ursprüngliche Funktion zurückkehrt.

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