Bei einer Kontrollaktion unter dem Titel „Hüttenzauber“ haben Mitarbeiter des Finanzamts gemeinsam mit der Finanzpolizei Ende Februar zahlreiche Verstöße auf Skihütten in Salzburg, Tirol und der Steiermark festgestellt.
Im Fokus stand dabei die Überprüfung von Registrierkassen und Sozialversicherungspflichten.
Wie das Finanzministerium am Samstag bekannt gab, wurden 53 Betriebe kontrolliert. Insgesamt registrierten die Behörden mehr als 30 Übertretungen, unter anderem gegen die Registrierkassensicherheitsverordnung, die Belegerteilungspflicht sowie die Einzelaufzeichnungsverpflichtung. Auch bei der technischen Programmierung einzelner Kassen wurden Unregelmäßigkeiten entdeckt, diese sollen nun forensisch ausgewertet werden.
Kontrolle auf Skiern
Die Betriebe waren im Vorfeld der Aktion gezielt auf Basis von Datenanalysen ausgewählt worden. Die Kontrollen fanden teils auf Skiern statt – unterstützt wurde die Aktion vom Amt für Betrugsbekämpfung.
Neben steuerrechtlichen Verstößen wurden auch arbeitsrechtliche Missstände festgestellt. Fünf Anzeigen nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz und eine nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz wurden eingebracht. In insgesamt 20 Fällen folgen nun weiterführende Betriebsprüfungen – zusätzliche Strafen sind möglich.
Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) erklärte: „Betrugsbekämpfung ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wer betrügt, schadet nicht nur dem Staat, sondern allen ehrlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern.“
Weitere Schwerpunktkontrollen sollen folgen.