RS-Virus sorgt für Engpass

Alarm um Baby-Virus

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Die Kinderabteilung der Klinik Donaustadt hatte zuletzt nur mehr zwei freie Betten. 

Die Virensaison führt in Wien zu einem ungewöhnlich starken Anstieg der Ansteckungen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus, kurz RS-Virus. "Dabei handelt es sich um eine Atemwegserkrankung, die für Kinder unter einem Jahr besonders gefährlich sein kann", erklärt Herbert Kurz, Chef der Kinderabteilung der Klinik Donaustadt. Während Erwachsene meist ein paar Tage erkältet sind, müssen Babys und Kleinkinder oft stationär ins Spital und benötigen Atemunterstützung.

RS-Welle ist nach Corona heuer extrem heftig

Heftig. "Nach den Corona-Maßnahmen ist heuer die Welle besonders heftig. Das führt dazu, dass die Kinderbetten in den Spitälern außergewöhnlich stark ausgelastet sind", erklärt der Kinderarzt. In der Klinik Donaustadt sind etwa von 32 Betten, die üblicherweise für Kinder mit Infektionserkrankungen zur Verfügung stehen, von 27 Säuglingen mit RS-Viren belegt, nur zwei Betten waren gestern noch frei. "Derzeit müssen die Betten für die Allerkleinsten freigeschaufelt werden, es ist ein tägliches Jonglieren", so der Kinderexperte.

Säuglinge unter 6 Monaten seien besonders gefährdet: "Starker Schnupfen, Husten und Atembeschwerden sind ein Alarmsignal. Dann muss man sofort zum Kinderarzt", so Kurz, der allen ab 6 Monaten dringend eine Grippeimpfung empfiehlt. 

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