Wien-Favoriten

Böller-Drama: Bub (14) verliert Hand

Durch die Explosionen von Böllern und Raketen sind in der Silvesternacht in Wien mehrere Personen verletzt worden 

Der folgenschwerste Unfall ereignete sich im Bezirk Favoriten: Ein 14-Jähriger verlor dort fünf Minuten vor dem neuen Jahr durch eine Böller-Explosion eine Hand. Sanitäter stoppten noch am Unglücksort die Blutung. Die Berufsrettung versorgte in den vergangenen Stunden zahlreiche Verletzte durch Pyrotechnik, hieß es in einer Aussendung vom Donnerstag.

Zum ersten schweren Unfall kam es gegen 17.45 Uhr im Bereich des Roten Berges in Hietzing. Ein 13-Jähriger kam aufgebracht einem Team der Berufsrettung entgegen und zeigte schwere Verletzungen im Bereich der Hand. Beim Hantieren mit einem Böller dürfte dieser explodiert sein, zwei Finger wurden dadurch teilamputiert.

Tourist mit Gesichtsverletzungen

In der Brigittenau wurde ein Tourist durch einen Knallkörper schwer verletzt. Der 22-Jährige dürfte kurz vor 23.00 Uhr laut eigenen Angaben durch einen solchen getroffen worden sein. Er erlitt schwere Verletzungen an einem Auge, Verbrennungen im Gesicht sowie Schnittverletzungen. Weiters klagte der 22-Jährige über Hörprobleme.

Auf dem Kahlenberg wurde ein 22-Jähriger von einem Böller getroffen. Dabei verschluckte der Mann laut eigenen Angaben einen Teil des davor gezündeten Knallkörpers und klagte danach über Übelkeit und brennende Schmerzen im Hals. Auch er kam in ein Spital.

Zu Silvester wurden die Rettungskräfte vor allem in den Abend-sowie in den Nachtstunden zu weiteren Einsätzen gerufen, da Personen durch Knallkörper und Raketen verletzt wurden. Sie versorgten eine Vielzahl an Personen, die über Verbrennungen an den Händen und im Gesicht sowie über Augenverletzungen und Probleme mit dem Gehör klagten.

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