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War marode Technik schuld?

Brand im Parlament: Lüftung fing Feuer

Feuersbrunst im ersten Wiener Gemeindebezirk schockte gestern die Hauptstadt.

Dichte Rauchwolken über der Wiener Innenstadt. Ein Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz. Eine Parlamentspräsidentin, die selbst nicht mehr ins Gebäude gelassen wird. Gestern Früh hielt ein Großbrand im Parlamentsgebäude am Wiener Ring die Hauptstadt in Atem. Die Details:

Lüftungsanlage am Dach fing plötzlich Feuer

  • 6.40 Uhr: Im Minutentakt gehen bei der Feuerwehr Notrufe ein. Inhalt: Das Parlament brennt!

  • 6.50 Uhr: Mitarbeiter der Sicherheitszentrale des Hohen Hauses eilen zum Brandherd, „einer am Dach gelegenen Lüftungsanlage“, wie Parlamentsdirektor Harald Dossi später im Gespräch mit ÖSTERREICH erklärt (siehe Interview). Mit Handfeuerlöschern versuchen sie des Feuers Herr zu werden – vergeblich.

  • Kurz vor 7 Uhr: Zur selben Zeit rückt die Feuerwehr mit 70 Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen aus.

  • 7.15 Uhr: Das Feuer selbst ist rasch gelöscht, die Angst allerdings, dass sich durch die Lüftungsschächte Glutnester weiterbewegt haben könnten, bleibt. „Unter anderem mit Wärmebildkameras haben wir das schließlich ausschließen können“, erklärt Lukas Schauer von der Feuerwehr.

Parlaments-Präsidentin wartete im Palais Epstein

  • Zur selben Zeit wartet die zum Parlament geeilte Präsidentin Doris Bures nebenan im Palais Epstein mit anderen Parlamentsmitarbeitern auf „Brand aus“.

  • 8.30 Uhr. Nach 45-minütiger Sperre wird das Parlament wieder für Mitarbeiter geöffnet, die tatsächliche Ursache ist aber weiterhin unklar. Parlamentsdirektion und Feuerwehr gehen derzeit noch von einem technischen Defekt aus, die Ergebnisse der Brandsachverständigen stehen aber noch aus.

„Das Wichtigste ist, dass zu keinem Zeitpunkt Menschen in Gefahr waren. Die Einsatzkräfte und die Mitarbeiter des Parlaments haben sehr professionell zusammengearbeitet. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, sagt Doris Bures gegenüber ÖSTERREICH.

Diashow: Dachbrand im Parlament

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Parlamentsdirektor über Brand: "Zum Glück keine Verletzten"

ÖSTERREICH: Wie lange war das Parlament gestern insgesamt gesperrt?

Harald Dossi:
45 Minuten. Gegen 6.40 Uhr wurden wir über den Brand in einer am Dach gelegenen Lüftungs­anlage in Kenntnis gesetzt, den die Feuerwehr rasch löschen konnte. Aus Sicherheitsgründen wurde das Parlament aber erst um 8.30 Uhr wieder geöffnet. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.

ÖSTERREICH:
Das Parlament wird auch renoviert, weil der Brandschutz mangelhaft ist.

Dossi:
Ich kann nicht bestätigen, dass wir ein Brandschutzproblem im Haus haben. Was bleibt, ist, dass das Haus insgesamt sehr alt ist, dass auch viele technische Geräte sehr alt sind und die Generalsanierung dafür genutzt wird, um das Gebäude auch technisch auf den neuesten Stand zu bringen.

So kaputt ist Hohes Haus

Gut 130 Jahre nach dem Bau des Parlaments wird es jetzt generalüberholt.

Feuchte Wände, eine völlig marode Deckenkonstruktion, uralte Wasser- und Stromleitungen – 130 Jahre haben auch am Hohen Haus in Wien ihre Spuren hinterlassen. Vor allem: Es gibt auch keine Brand-Abschnitte. Die Folge: eine Generalsanierung, für die 352 Millionen Euro eingeplant wurden, die drei Jahre in Anspruch nehmen und im Sommer 2017 starten soll. Seit Juli wird deshalb am Heldenplatz an einem 
Ausweichquartier für die 1.000 Parlaments-Beschäftigten gewerkt. Spätestens im Frühjahr soll die Übersiedlung inklusive 700 Tischen, 1.700 Stühlen und 1.400 Schränken starten.

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