Brüssel: Kontakte zu Jihadisten in Salzburg

Terrorismus

Brüssel: Kontakte zu Jihadisten in Salzburg

Brandstetter: Die Inhaftierten werden "konkreter Kontakte verdächtigt".

Die in Salzburg inhaftierten Jihadisten dürften nach Worten von Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) Kontakte zu den Terror-Netzwerken von Paris und Brüssel gehabt haben. Dies sagte der Justizminister vor dem EU-Sondertreffen der Innen- und Justizminister nach den Brüsseler Terroranschlägen in der belgischen Hauptstadt.

Konkrete Kontakte
"Wir haben in Österreich 38 - sind es derzeit - inhaftierte Jihadisten. Wir haben auch Personen inhaftiert, das wissen Sie, in Salzburg, die verdächtigt werden auch konkrete Kontakte gehabt zu haben zu dem Netzwerk, das hier für die Anschläge hier und in Paris wahrscheinlich verantwortlich ist", sagte Brandstetter.

Einige Erfolge
"Die Justiz in Österreich hat ja auch durchaus funktioniert", betonte der Minister weiter. "Wir haben ja durchaus einiges getan. Und wir haben auch einige Erfolge gehabt. Aber man muss schon auch sagen: In unserem Bereich hätten wir uns da oder dort auch mehr Datenaustausch gewünscht."

Umfeld von Abaaoud
Am 10. Dezember sind in Salzburg ein Pakistani und ein Algerier verhaftet worden, die mit falschen syrischen Pässen als Flüchtlinge eingereist waren. Sie befinden sich aktuell in Untersuchungshaft. Französische Medien hatten bereits Anfang März berichtet, dass von ihnen getätigte Telefongespräche direkt auf das Umfeld des mutmaßlichen Drahtziehers der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, verweisen. Von der österreichischen Justiz war dies bisher nie offiziell bestätigt worden.

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