Prozess Urteil

Wien

Brutaler Räuber muss 9 Jahre in den Knast

Ein 51-Jähriger erlitt bei einem Raubüberfall tödlichen Schädelbruch.

Ein 20-jähriger Bursch ist am Mittwoch im Wiener Straflandesgericht zu einer neunjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil er am 4. Dezember 2012 einen 51 Jahre alten Mann auf offener Straße mit derartiger Brutalität beraubt haben soll, dass dieser sieben Tage später infolge der erlittenen Kopfverletzung starb. Der Schuldspruch fiel in diesem Anklagepunkt mit 5:3 Stimmen äußerst knapp aus.

Darüber hinaus wurde der gebürtige Rumäne zu vier weiteren Überfällen auf großteils betagte Frauen, die er in drei Fällen gemeinsam mit einem bereits abgeurteilten Komplizen verübt haben soll, schuldig erkannt. In einem Anklagepunkt wurde er freigesprochen. Ein weiteres Faktum - ein ebenfalls äußerst gewalttätiger Überfall auf einen 32 Jahre alten Kulturwissenschaftler - wurde ausgeschieden und wird separat nachverhandelt, weil bei diesem Opfer möglicherweise eine anhaltende Gesundheitsschädigung vorliegt und damit Dauerfolgen gegeben sind. Dazu muss ein medizinisches Gutachten eingeholt werden.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Rumäne, der sich zu sämtlichen sieben inkriminierten Straftaten nicht schuldig bekannt hatte, legte dagegen Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein.



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