Chirurg Krankenhaus

Missbrauchsverdacht nach Eingriff

Chirurg begrapschte Patientinnen

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So widerlich die ihm vorgeworfenen Taten sind, so präpotent wies ein Arzt sie vor Gericht in Eisenstadt zurück.

Burgenland. Der 46-jährige Mediziner soll sich an drei Frauen in der Aufwachphase nach einer Sedierung im Rahmen einer Magen- und Darmspiegelungen vergangen haben. Er sei zu den Patientinnen in den Aufwachraum gegangen und habe sie sexuell missbraucht – indem er sie im Brust- und Genitalbereich begrapschte.

Der Angeklagte wies vor Gericht sämtliche Vorwürfe zurück: „Das ist nicht passiert.“ Er sprach von Träumen und „sexuellen Halluzinationen“, die mögliche Nebenwirkungen der Medikamente seien. Eine der betroffenen Frauen sagt dagegen aus: „Ich bin mir zu tausend Prozent sicher, dass da etwas gewesen ist.“ Sie sei gerade ins Aufwachzimmer gebracht worden und habe erneut einschlafen wollen, als der Arzt in den Raum gekommen sei und sie berührt habe: „Das war für mich ein Machtübergriff und ich hab mir auch gedacht, er macht das nicht zum ersten Mal.“

Vertagt – um weitere Zeugen zu laden sowie Gutachten einzuholen.

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