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Schaden geht in die Hunderttausende

Buslinie kutschierte Sozialbetrüger vom Kosovo nach Österreich

Die Fremdenpolizei deckte ­einen besonders dreisten Fall von Sozialbetrug auf. Sie lebten zwar im Ausland, kassierten aber Sozialleistungen von Österreich. Für Kontrollen fuhren sie einfach mit dem Bus zu ihrem falschen Wohnsitz.

„Hinschauen lohnt sich“, sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und meint damit den jüngsten Coup der steirischen Fremdenpolizei – es geht um Sozialbetrug im großen Stil. Erschlichen wurden laut Innenministerium von durchwegs kosovarischen Staatsbürgern Arbeitslosengeld, Mindestsicherung und auch Familienbeihilfe. Der Schaden gehe „in die Hunderttausende Euro“, da die Täter aber geschnappt wurden, habe man den Steuerzahlern Millionen erspart.

Und so lief der Schwindel: Zwei Autobusse sind regelmäßig von 2014 bis 2015 zwischen Österreich und dem Kosovo gependelt. Transportiert wurden mindestens 1.000 Personen – im Zuge von 1.737 Busfahrten.

© APA/HERBERT NEUBAUER
Innenminister Karl Nehammer

Falsche Wohnsitze

Die Masche war immer gleich: So waren mehrere Personen an einer Wohnadresse gemeldet, sobald eine Ladung etwa vom Arbeitsamt kam, wurde diese Person verständigt und reiste per Bus zur Kontrolle an. Und nicht nur das: Da die Kosovaren auch sozialversichert waren, gab es auch Arztbesuche etc. Und um dem Fass die Krone aufzusetzen, waren die beiden Buschauffeure natürlich in Österreich arbeitslos gemeldet.

Nehammer zu ÖSTERREICH: „Wenn wir unser Sozialsystem intakt halten wollen, muss es besser vor Betrügereien geschützt werden.“ (gü)

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