Esoterik-Welle in Wiens Spitälern

Chronik

Esoterik-Welle in Wiens Spitälern

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Praktisch jedes Wiener Spital hat eine fragwürdige Esoterik-Welle gekauft.

Ein energetischer Schutzwall rund ums KH Nord, Feng-Shui-Deko in der Rudolfstiftung und im Floridsdorfer Krankenhaus - und jetzt auch noch "Geowaves". Der Esoterik-Fundus in Wiens Spitälern ist offenbar gewaltig.
 
"Geowave". Es geht um Aluminium, Magnesium und Gold in Wellenform, das "körpereigene Energie stärken" und für "Harmonisierung von geopathischen Störzonen" sorgen soll - und vieles mehr. Laut Partnern des Salzburger Wellen-Herstellers war oder ist das "Gerät" in Wien etwa im ehemaligen Kaiserin-Elisabeth-, Wilhelminen-, Otto-Wagner-, Kaiser-Franz-Josef-und im Preyerschen Kinderspital sowie in Hietzing im Einsatz.
 
Altlast. KAV-Sprecher Johann Baumgartner bestätigt das auf ÖSTERREICH-Anfrage. Die Anschaffungen hätten aber schon Anfang der 2000er-Jahre begonnen - noch vor der KAV-Gründung 2002. "In der Amtszeit von Wilhelm Marhold als KAV-Direktor ab 2005 wurde das umgehend gestoppt", so Baumgartner weiter. Die "aktuelle Führung distanziert sich von derartigen Produkten und der behaupteten Wirkung".
 
Jetzt prüfe die Innenrevision, ob es weitere ähnliche Aufträge gegeben habe. Volksanwalt Günther Kräuter hat sich auch eingeschaltet und fordert jetzt "Aufklärung". (fip)
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