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Drohbrief gefunden

Haus in Graz brennt

Im Keller eines dreistöckigen Mehrparteienhaus in Graz ist am Dienstagabend ein Brand ausgebrochen.

Die Feuerwehr konnte die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. Insgesamt 16 Wohnungen wurden evakuiert, fünf Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Spitäler eingeliefert. Das Landeskriminalamt Steiermark nahm Ermittlungen in Richtung Brandstiftung auf, da schon gegen Mittag bei einer Wohnungsöffnung ein Zettel gefunden worden war, auf dem "Diese Räume sind vermint" geschrieben stand.

Der Brand in dem Haus in der Straßgangerstraße war gegen 21.00 Uhr ausgebrochen. Ausgegangen war das Feuer vom Keller, aber da die Feuerwehr nichts fand, was einen Brand von selbst hätte verursachen können, wurde die Polizei alarmiert.

Drohbotschaft gefunden
Erhärtet wird der Verdacht auf Brandstiftung durch einen Vorfall am Dienstagvormittag im Haus: Die Räumlichkeiten einer im Oktober 2005 verstorbenen Frau waren geöffnet worden, von einem Schlüsseldienst im Beisein eines Gerichtsvollziehers, dem Sachwalter der Frau und einem Bediensteten der Wohnungsgenossenschaft. Dabei wurde der Zettel mit der Drohbotschaft gefunden, erklärte Wolfgang Maier von der Brandgruppe des Landeskriminalamts Steiermark.

Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, hatte sich der Sohn der Verstorbenen bis vor kurzem in der Wohnung aufgehalten. Ob jedoch wirklich ein Zusammenhang zwischen dem Brand und dem Vorfall bestehe, könne noch nicht gesagt werden, so Maier. Ein Sprengstoffsachverständiger mit einem Spürhund hatte bei einer Untersuchung des Objekts jedenfalls nichts gefunden.

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