Bäcker rast 42 Mal in dasselbe Radar

Blitzer-Rekord

Bäcker rast 42 Mal in dasselbe Radar

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Dies bekam jetzt auch der Bäcker Heimo Wallner aus Friesach zu spüren. 3.000 Euro muss der Familienvater an die Staatskasse berappen, weil er in Klagenfurt 42 Mal von ein und demselben Radargerät geblitzt wurde.

Der 45-Jährige arbeitet erst seit Kurzem in Klagenfurt, hat dort eine neue Stelle gefunden und war äußerst happy. Bis er zum Pechvogel wurde. Denn nach jeder Nachtschicht fuhr er gegen 3 Uhr in der Früh auf demselben Weg nach Hause. Immer über die Ebentalerstraße, die verkehrsberuhigt auf Tempo 30 reduziert ist und an der ein Radarkasten stationiert ist. Der ortsunkundige Wallner wusste das nicht: „Es war immer dunkel und ich war müde“, sagte er im Interview mit dem ORF. Der Bäcker ging davon aus, dass die ortsübliche Geschwindigkeit von 50 km/h gilt.

Mengenrabatt 
gab es keinen

Als Wochen nach der ersten Geschwindigkeitsüberschreitung Post ins Haus flatterte, dämmerte es Wallner: „Danach habe ich gedacht, da kommt noch mehr und es wird teuer“, sagte er. Tatsächlich: Er war immer um die 50 gefahren und 42 Mal geblitzt worden. Machte 3.000 Euro. Mengenrabatt konnte die Behörde dem Familienvater keinen gewähren, das ist gesetzlich unzulässig. Zumindest bei den Bearbeitungsgebühren wurden dem Bäcker 300 Euro erlassen.

Heimo Wallner hat auf Einsprüche verzichtet und alle Strafen bezahlt. Er wollte sich langwierige Verfahren ersparen. Leidtragend ist jetzt besonders seine Familie. Die Ersparnisse für einen Griechenland-Urlaub – die ersten Ferien der Wallners per Flugzeug ans Meer – sind draufgegangen. Stattdessen wollen sie sich jetzt an einem heimischen Weiher erholen.

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