Prozess-Auftakt

Bomben-Bauer (28) wollte Baby entführen

Neben dem Mordversuch muss sich Ex-Soldat wegen Kindesentziehung verantworten.

Kärnten. Gefesselt wurde der Bombenbauer von ­Guttaring am Mittwoch in den Sitzungssaal des Landesgerichts Klagenfurt geführt. Doch nicht wegen des brutalen Anschlags auf seine Ex-Frau, bei dem diese fast ums Leben gekommen wäre, sondern wegen eines Verbrechens wenige Wochen zuvor. Der 28-Jährige war angeklagt wegen Körperverletzung, Nötigung und Kindesentziehung. Laut Anklage soll er versucht haben, seiner Ex-Freundin das gemeinsame Baby zu stehlen. Eine geplante Entführung stritt er 28-Jährige vehement ab.

Sorgerecht. Er habe sich Sorgen um das zwei Monate alte Mädchen gemacht. Die Mutter des Kindes habe den Säugling nicht ausreichend versorgt. Der Angeklagte wollte die alleinige Obsorge für das Kind. Als er das Baby mitnahm, soll er seine Ex-Freundin geschlagen haben. Doch auch dies wies der Ex-Soldat von sich.

Der Prozess wurde schließlich auf den 18. Dezember vertagt, eine weitere Zeugin soll gehört werden. Der 28-Jährige wird derweil wieder in U-Haft wegen versuchten Mordes sitzen.

Anschlag. Wie berichtet, soll er gemeinsam mit einem Komplizen eine Paketbombe gebastelt und diese vor dem Haus seiner Ex-Frau deponiert haben. Als die 29-Jährige das Paket aufhob, detonierte der Sprengsatz. Wie durch ein Wunder überlebte das Opfer. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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