Giftmilch: Auch das Fleisch ist belastet

HCB-Skandal weitet sich aus

Giftmilch: Auch das Fleisch ist belastet

Kein Tag ohne neue Enthüllungen im Giftmilch-Skandal vom Görtschitztal. ÖSTERREICH berichtete: Greenpeace hatte nachgewiesen, dass doch Milch mit dem krebserregenden Umweltgift Hexachlorbenzol (HCB) in den Handel gelangt ist.

Jetzt platzte die Bombe: Auch Fleisch ist verseucht
Aber auch im Rindfleisch aus dem Görtschitztal wurde nun HCB nachgewiesen. Agrarlandesrat Christian Benger: „Bei einem Tier war der Grenzwert massiv überschritten.“ Zwei weitere Schlachttiere sind belastet, Spuren wurden auch in einem Schwein und einem Stück Rotwild gefunden.

Landesrat und Jagdreferent Christian Ragger (FPÖ) hat mit sofortiger Wirkung den Verkauf von Rot- und Rehwild aus dem Görtschitztal gestoppt: „Das war leider zwingend notwendig.“

Reagiert hat nun auch die Sonnenalm-Molkerei, in deren Milch und Topfen die Grenzwerte überschritten wurden: „Wir sind schockiert und entschuldigen uns bei unseren Kunden.“ Bis zur vollständigen Klärung bleibt die Produktion eingestellt. Alle Kuhmilch-Produkte, darunter die Schulmilch, werden zurückgeholt.

Landeschef Peter Kaiser (SPÖ) ersuchte nun die Bundesregierung um Unterstützung: „Wir benötigen mehr Personal, zusätzliche Infrastruktur und Messgeräte.“ Jetzt gelte es, die verunsicherte Bevölkerung zu beruhigen: So soll es Bluttests geben.

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