Brandstifterin

Attentäterin (30) selbst schwer verletzt

Brandstifterin wollte Ehe-Mann töten

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Als die Feuerwehr eine Schwerverletzte barg, wusste sie noch nicht, dass diese der hinterhältige Feuerteufel war. 

Ktn. Die Geschichte begann mit einem Knall – um 5 Uhr in der Früh an einem Sommertag im Vorjahr in der Widmanngasse in der Villacher Innenstadt. Ein Mädchen der Jugendfeuerwehr, das im Haus wohnt, wachte davon auf und wusste sofort, was es geschlagen hatte. Die Jugendliche konnte die Flammen mit einem Handfeuerlöscher ersticken, ihr Vater alarmierte derweil ihre Floriani-Kollegen, die in der Folge das gesamte Haus evakuierten.

Insgesamt 60 Bewohner mit Kleinkindern und Haustieren wurden ins Freie gebracht. Eine Bewohnerin, die schwere Verbrennungen an Armen und Beinen erlitten hatte, wurde der Rettung übergeben. Dass bei dem Brand nachgeholfen wurde, war den Feuerwehrleuten schnell klar, als sie im stark verrußten Stiegenhaus zwei Benzinkanister vorfanden.

30-Jährige wurde im Spitalsbett verhaftet

Mordversuch. Bei den Ermittlungen konnte von der Polizei in Zusammenarbeit mit einem Sachverständigen nachgewiesen werden, dass der Brand gelegt worden war – und zwar von der in der Brandnacht aufgefundenen Schwerletzten, die sich von ihren großflächigen Verbrennungen nur langsam in einer Spezialklinik in Graz erholte. Ihr Ehemann (37), der in der Wohnung war, deren Tür mit Sprit überschüttet und angezündet worden war, überlebte ohne eine Schramme. Die 30-Jährige wurde noch im Spitalsbett verhaftet, vom Haftrichter allerdings auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt legte wegen Fluchtgefahr Beschwerde ein und bekam vom Oberlandesgericht recht – zumal die Verdächtige mittlerweile ein Geständnis abgelegt hat.

Als Motiv für den zum Glück misslungenen Mordversuch gab die Frau finanzielle Differenzen mit ihrem Gatten an. Die Verdächtige wurde in U-Haft genommen und wartet dort auf ihren Prozess. Ihr droht lebenslang. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

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