Mordopfer sollte in 
Haft sitzen

Tote Millionärin

Mordopfer sollte in 
Haft sitzen

Fall Claudia B. immer mysteriöser.

Die erste Wende im sogenannten Vollmondmord in Langenthal war die Enthüllung, dass die Tochter einer angesehenen Familie aus Leoben – die einst sogar den Vizebürgermeister stellte – nicht nur als Fotografin und Privatköchin, sondern offenbar auch als Escort-Girl bei diversen Agenturen in Zürich arbeitete. So dürfte die lebensfrohe 44-Jährige auch an ihre beiden Mörder geraten sein, die sie gebucht hatten – das Date lief wie berichtet völlig aus dem Ruder: Die brutalen Brüder John und Kevin K. (siehe Kasten rechts) sollen das Opfer zu Tode geprügelt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Schecks gefälscht
Dabei wäre die Österreicherin möglicherweise nie an ihre Peiniger geraten – und wäre noch am Leben –, wenn sie im Vorjahr eine vom Oberlandesgericht bestätigte vierjährige Haftstrafe wegen Betrugs angetreten hätte. Die stets elegante High-Heels-Lady soll sich das Vertrauen eines Freiers, des Herrliberger Multimillionärs Jürg M., erschlichen haben. Claudia alias „Christina“ (so ihr Escort-Name) pflegte, bekochte und umsorgte den betagten Mann. In einem Zeitraum von drei Jahren soll sie aber auch 81-mal dessen Unterschrift auf Schecks gefälscht und 646.000 Franken für sich abgezweigt haben. Claudia B. akzeptierte jedoch auch das Zweiturteil nicht und zog vors Bundesgericht. Die Freiheit bezahlte sie jetzt mit dem Tod.

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