Trotz Vorstrafen und aberkanntem

Mordverdächtiger Afghane erhielt Gemeindewohnung

Mädchenmord
© APA/HERBERT NEUBAUER
Einer der beiden Tatverdächtigen im Mordfall Leonie lebte in einer Sozialwohnung und kassierte tausende Euro vom Staat.
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Der 18-jährige Afghane, der mit seinem 16-jährigen Komplizen die 13-jährige Leonie mutmaßlich mit Drogen betäubt, missbraucht und ermordet haben soll, lebte in einer Gemeinde-Wohnung in Wien und bekam Sozialgeld obwohl er sich nicht mehr in Österreich aufhalten durfte. Das erfuhr oe24 von den Behörden. Das Online-Portal Express.at berichtet sogar davon, dass der Afghane insgesamt mehr als 56.000 Euro Sozialgeld erhalten hat, was jedoch von Seiten der Stadt Wien dementiert wird.

Wie konnte das geschehen - trotz elf polizeilicher Anzeigen und drei Haftstrafen! Aufgrund seiner Vorstrafen wurde zwar 2019 ein Verfahren auf Aberkennung des Asylstatus eingeleitet, aber der nächste Schritt war nicht die Rückkehr nach Afghanistan, sondern der Einzug in eine Gemeindewohnung.

Afghane lebte in Gemeinde-Wohnung, zahlte keine Miete

Bei einem oe24-Lokalaugenschein vor Ort bestätigte sich, dass der tatverdächtige 18-jährige Afghane tatsächlich in einer Gemeinde-Wohnung gelebt hat, die von der Magistratsabteilung 11 (Kinder- und Jugendhilfe) bereitgestellt wurde. Die Mietkosten wurden von der Stadt Wien übernommen.

Kassierte er mehr als 56.000 Euro Sozialhilfe? Wien dementiert

Dementiert wird hingegen ein Exxpress.at-Bericht, wonach der Afghane auch Grundversorgung in Höhe von ingesamt mehr als 56.000 Euro in Wien erhalten habe. "Der in dem Mordfall verdächtige Afghane hat entgegen anders lautenden Meldungen keine Mindestsicherung bezogen. Allgemein gilt: Personen, denen der Asylstatus aberkannt wurde, erhalten keine Mindestsicherung. Kenntnis erhält die MA 40 dadurch von den zuständigen Behörden oder im Zuge von eigenen regelmäßigen Überprüfungen", heißt es aus dem Büro des zuständigen Stadtrats Peter Hacker.

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