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Behörde stoppte Abschiebung

Asyl-Skandal um Mädchen-Killer

Obwohl er mehrfach vorbestraft ist, durfte ein mutmaßlicher Mörder im Land bleiben.

Es ist wohl der nächste Skandalfall, der die Bevölkerung rat- und fassungslos zurücklassen wird. Kopfschütteln, wenn man sich die Vita des mutmaßlichen Mörders Yazan A. anschaut, der erst seit vier Jahren in Österreich ist. Der 19-jährige Syrer hat inzwischen gestanden, in der Nacht zum Sonntag in Wr. Neustadt seine erst 16-jährige Ex-Freundin Manuela K. erstickt zu haben. Die Leiche versteckte er unter einem Laubhaufen im Anton-Wodica-Park am Rande der Stadt – ÖSTERREICH berichtete.

 

Video zum Thema: Fellner! Live: Asyl-Skandal um Mädchenmord
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8 Anzeigen wegen Körperverletzung & Suchtmittel

Yazan A. war für Polizei und Justiz längst kein Unbekannter mehr. Vier Mal wurde gegen ihn wegen Körperverletzung ermittelt, zwei Mal wurde er hierfür zu einer Geldstrafe verurteilt. Hinzu kam ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Suchtmittelgesetz.

Und letztlich zwei Anzeigen wegen Körperverletzung und sexueller Belästigung. Erstattet hat diese das spätere Mordopfer Manuela K. Die beiden waren fast zwei Jahre zusammen, führten eine On-Off-Beziehung: „Es gab immer viel Streit zwischen den beiden“, sagte eine gute Bekannte.

Doch offenbar konnten sich auch nicht voneinander lassen. Am Abend vor dem Mord waren sie noch gemeinsam in mehreren Lokalen in Wr. Neustadt, nichts deutete zunächst auf eine Auseinandersetzung hin. Im Gegenteil: Yazan A. schrieb Manuelas besorgter Mutter von unterwegs sogar noch eine SMS, versprach darin, das Mädchen zwischen drei und vier Uhr in der Früh nach Hause zu bringen.

© LPD NÖ

Opfer zeigte im Vorjahr 
seinen Ex-Freund an

Warum es im Park unweit der elterlichen Wohnung des Opfers schließlich zum tödlichen Streit kam, ist noch unklar. Yazan A. schweigt zum Motiv, ein Zusammenhang mit den Strafanzeigen gegen sich ist jedoch wahrscheinlich. Wollte er Manuela erfolglos zwingen, die Anzeigen wegen Körperverletzung und sexueller Belästigung zurückzuziehen? Musste das Mädchen sterben, weil es sich weigerte? Michael Bauer von der zuständigen Staatsanwaltschaft hat am Montag bestätigt, dass die Anklagebehörde im Dezember Strafantrag beim Bezirksgericht eingebracht hat.

© privat, FAcebook


Ihre Mutter fand die Leiche von Manuela in einem Park in Wiener Neustadt.

Aberkennung gestoppt

Doch auch das hätte nicht für eine Aberkennung des aufrechten Asylstatus von Yazan A. gereicht. Im vergangenen Oktober war ein eingeleitetes Verfahren nach nur einer Woche wieder eingestellt worden. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung müssen in Österreich schwerwiegende Verbrechen (Vergewaltigung, bewaffneter Raub, Tötungsdelikte) vorliegen, um einen Asylstatus aberkennen zu können. Heißt: Eine Verurteilung wegen Körperverletzung reicht hierfür nicht aus.

Nach dem Mord wurde nun ein neues Aberkennungsverfahren gegen Yazan A. eingeleitet. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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