Odyssee für Bub wegen Kiefer-OP

Niederösterreich

Odyssee für Bub wegen Kiefer-OP

Zweieinhalbjähriger wartete fünf Stunden lang auf Arzt.

„Ich bin in meinen Grundfesten erschüttert“, sagt der Vater des Buben nach der Odyssee. Lukas (Name geändert) war zu Hause in Mauerbach gestürzt, schlug sich beide Schneidezähne aus, blutete und hatte schlimme Schmerzen. Der Vater zu ÖSTERREICH: „Wir riefen sofort die Rettung.“

Kein Arzt da
Doch Lukas kam nicht in ein nahegelegenes Wiener Spital, sondern landete im Klinikum St. Pölten. Der Vater weiter: „Es war kein Kieferchirurg im Dienst.“ Nächste Station: das Zahnambulatorium in St. Pölten. Dort war kein Arzt da, der den Buben narkotisieren konnte. Denn die Wunde musste dringend genäht werden. Die Familie wurde zurück an die Kinderabteilung des Landesklinikums verwiesen. Der Vater: „Unser Sohn war supercool, er ließ alles tapfer über sich ergehen.“ Aber ein Kieferchirurg wäre, so hieß es, erst am nächsten Tag wieder da.

Eigen-Initiative
Da platzte dem Vater der Kragen: „Wir sind auf eigene Faust mit dem Privatauto ins AKH nach Linz gefahren, wo wir in der Nacht ankamen.“ Mehr als fünf Stunden nach dem Vorfall. „Dort wurde unser Sohn erstmals richtig untersucht und kurz vor ein Uhr früh operiert.

Erbost
Der Vater: „Ein unglaublicher Missstand. Ist das medizinische Versorgung?“ Stellungnahme des Spitals in St. Pölten: „Wir stehen in Kontakt mit dem Vater, analysieren die Abläufe.“

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