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Chef ist „krank"

Alko-Crash: Ortschef ist abgetaucht

Mit 1,8 Promille prallte er gegen einen Traktor – Orts-Politiker schweigen.

Einen schlechteren Zeitpunkt konnte sich Josef Schweinberger (58), Bürgermeister von Neusiedl/Zaya (Bez. Gänserndorf), für seinen „Alko-Ausrutscher“ vor ein paar Tagen gar nicht aussuchen. Drei Wochen vor der Gemeinderatswahl am 14. März knallte er mit 1,8 Promille in der Blutbahn ungebremst zwischen Bullendorf und Ebersdorf (Bez. Mistelbach) mit seinem Pkw gegen einen Traktor. Seitdem ist der Ortschef, für den die Unschuldsvermutung gilt, auf Tauchstation. Im Gemeindehaus ist er „krank“ gemeldet, das private Telefon hebt er nicht ab.

Unverletzt
Ein Polizist aus Wilfersdorf: „Er war allein im Auto, allen Unfallbeteiligten ist glücklicherweise nichts passiert.“ Nur Schweinbergers Auto ist Schrott.

Führerschein ist weg
Den Führerschein ist Schweinberger einmal los. Bei mehr als 1,6 Promille mindestens für sechs Monate. Auch eine Geldstrafe steht ins Haus, mit 1.600 Euro wird er rechnen müssen. Vom Imageverlust in seiner Gemeinde kurz vor der Wahl gar nicht zu reden.

Keine Kommentare
Obwohl sich die Ortspolitiker bedeckt geben, wird die Alko-Fahrt Schweinbergers im Wahlkampf sicher für Diskussionen sorgen. Noch halten aber alle dicht. VP-Ortsparteichef Lorenz Koch wollte keine Stellungnahme abgeben. Auch der SP-Gemeinderat Dieter Rath gibt sich schweigsam: „Von mir werden sie dazu keinen Kommentar hören.“

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