Bundesheer-Drama: Bootsführer im Visier

Zwei Frauen weiter in Lebensgefahr

Bundesheer-Drama: Bootsführer im Visier

Es besteht der Verdacht, dass der Führer des Pionierbootes einem Schiff zu nahe kam.

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelt jetzt wegen des Verdachts der fahrlässigen schweren Körperverletzung gegen jenen Unteroffizier, der das gekenterte Pionierboot des Bundesheeres am Samstag in Hainburg gelenkt hatte. Wie berichtet, kippte das Boot, in dem sich acht Mädchen und junge Frauen eines Schnupper-Camps befunden hatten, um. Zwei von ihnen, eine 22-Jährige aus Wien und eine 18-Jährige aus Niederösterreich, schweben weiter in Lebensgefahr.

© Einsatzdoku.at

Das Boot soll bei Niedrigwasser von der Welle eines großen Schiffes erfasst worden sein. Schiffe können in niedrigen Fahrrinnen Wellen auslösen. Hält sich ein kleineres Boot in zu geringem Abstand auf, kann die Welle unter dem Boot durch und dieses auf einer Seite in die Höhe heben. Das Boot kippt um. Erfahrene Bootsführer wissen um die Gefahr. Das Pionierboot sank in 15 Sekunden, die Opfer waren bis zu 20 Minuten unter Wasser. Das Bundesheer schließt bis dato einen Fahrfehler oder technische Ursachen aus. Beurteilen soll dies jedoch abschließend eine Untersuchungskommission. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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