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Wegen Schulden

Dreijährige fliegt aus dem Kindergarten

Die Eltern haben fast 5.000 Euro Schulden bei der Gemeinde. Das badet nun das Kind aus.

So hatte sich die kleine Denise ihre ersten Tage im Kindergarten nicht vorgestellt. Letzten Montag wurde die Dreijährige des Kindergartens verwiesen. Mit den Worten "und du kommst hier keinen Schritt mehr hinein“ hatte sich Bürgermeister Karl Stieber mehr als deutlich ausgedrückt, als er Kind und Mutter vor dem Kindergarten erwartete. Damit hat NÖ vermutlich den ersten und einzigen Fall, bei dem ein dreijähriges Kind einen Kindergarten-Verweis bekommen hat.

Grund für das Verbot, das mittlerweile ganz NÖ in Aufregung versetzt, sind Bastel-und Essensschulden der Familie. „Wir haben insgesamt fast 5.000 Euro Schulden bei der Gemeinde, das stimmt. Mein Ex-Mann hatte sich verpflichtet, das zu bezahlen, er hat es offenbar nicht. Aber ich habe nie eine Mahnung bekommen, nur diesen Auftritt jetzt“, ist Veronika Hasler, die 31-jährige Mama von Denise mehr als schockiert.

Am Montag rief die verzweifelte Frau dann das Land und ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger um Hilde an. So ein Verhalten sei „inakzeptabel“, empörte sich Schneeberger über die Vorgangsweise, einem Kind den Kindergarten-Besuch zu verwehren. Zwar sei es „selbstverständlich“, dass die Gemeinde ihre Einnahmen fordern könne, aber „nicht auf dem Rücken des Kindes.“ Denn: „In Niederösterreich hat jedes Kind ein Recht darauf, einen Kindergarten am Vormittag zu besuchen.“

Land
Außerdem hat der SPÖ-Bürgermeister auch nur begrenzt Rechte in dem Kindergarten, denn der gehört dem Land und von dort wird auch fast alles bezahlt.

Stieber rechtfertigt den Rauswurf: „Wir haben der Mutter schon im Sommer gesagt, dass sie bezahlen muss. sie hat nicht, also mussten wir reagieren.“



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