Erinnerungen an Fall Kampusch werden laut

Jahre im Verlies

Erinnerungen an Fall Kampusch werden laut

Erinnerungen an den Fall Natascha Kampusch weckt der schwerwiegende Verdacht, der gegen einen 73-Jährigen erhoben wurde.

Knapp achteinhalb Jahre wurde Natascha Kampusch von ihrem Peiniger Wolfgang Priklopil in einem gut versteckten Kellerverließ eingesperrt und von der Öffentlichkeit abgeschottet. Die Gefangenschaft in dem nun bekanntgewordenen Fall soll allerdings mehr als doppelt so lange angedauert haben: Mehr als 20 Jahre, soll der 73-Jährige seine Tochter, heute 42 Jahre alt, im Keller weggesperrt haben.

Völlig unbemerkt von Nachbarn
Von den Nachbarn und der Gemeinde völlig unbemerkt, versteckte Wolfgang Priklopil Natascha Kampusch von März 1998 bis August 2006 in seinem Haus in der Gemeinde in Strasshof in Niederösterreich. Auch im aktuellen Fall befindet sich der Schauplatz in Niederösterreich, in der Stadt Amstetten. Das Schicksal des Opfers blieb ebenfalls jahrelang von der Umgebung unbekannt: Mehr als 20 Jahre dauerte es bis das Martyrium der 42-Jährigen beendet wurde und an die Öffentlichkeit kam.

Gerüchte über sexuelle Hintergründe
Schwerwiegend wiegt im aktuellen Fall vor allem der Inzest-Verdacht gegen den 73-Jährigen, der seine Tochter über Jahre hinweg missbraucht und mit ihr mehre Kinder gezeugt haben soll. Auch im Fall Kampusch gab es seit jeher Gerüchte über einen sexuellen Hintergrund der Entführung.

Mysteriöse Krankheit ließ Fall auffliegen
Ans Tageslicht kam das Schicksal der 42-jährigen Niederösterreicherin durch eine mysteriöse Krankheit eines ihrer Kinder. Natascha Kampusch gelang nach ihrem jahrelangen Martyrium in einem unbeobachteten Moment aus eigener Kraft die Flucht. Ihr Entführer nahm sich daraufhin selbst das Leben. Der Vater und Peiniger der 42-jährigen Niederösterreicherin wurde von der Polizei festgenommen, verweigert allerdings die Aussage.

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