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Familien-Schutz

Neue Identität für Opfer möglich

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Die Familie befindet sich weiter in Betreuung in der Sonderkrankenanstalt. Es wird bereits ein Identitäts-Schutz angedacht.

Für das Ärzte- und Therapeutenteam, das die Opfer im Inzest-Fall von Amstetten betreut, hat der Schutz der Patienten "oberste Priorität". E. (42), fünf ihrer Kinder und ihre Mutter werden "in einem geschützten Bereich" der Klinik behandelt, zu dem keine näheren Angaben gemacht wurden.

Neue Identität
Die Kinder von E., die von ihrem Vater 24 Jahre lang in einem Verlies gefangen gehalten worden ist, könnten eine neue Identität bekommen, sagte der Amstettener Bezirkshauptmann Hans-Heinz Lenze im Interview mit der "Zeit im Bild". Derzeit werde "im Einvernehmen mit der Familie nach einer Lösung gesucht", so Lenze. Man müsse sich aber "mit dem Gedanken vertraut machen, dass wir hier eine Namensänderung herbeiführen."

Wann können Kinder zurück?
Die sieben Kinder in der Sonderkrankenanstalt hätten die Nacht auf Dienstag - ihre inzwischen dritte in Amstetten-Mauer - "gut verbracht". Sie befanden sich am Dienstag weiter in Betreuung in der Landesnervenklinik Mauer. Wann jene drei Kinder, die beim Tatverdächtigen und seiner Ehefrau im Haus aufgewachsen sind, wieder ins Leben integriert werden können, "entscheiden die Jugendpsychiater". Wie der Amstettner Bezirkshauptmann Hans-Heinz Lenze sagte, müssten die Experten "grünes Licht" dafür geben. Angesichts des derzeitigen Rummels werde es aber vermutlich noch einige Zeit dauern. Die drei Kinder, die bei dem 73-Jährigen und seiner Ehefrau aufwuchsen, wurden als normal beschrieben.

Schule setzt sich für Zehnjährigen ein
Eines der Kinder hat bis zuletzt die Schule in Amstetten besucht. Nun befindet sich der Zehnjährige mit seiner Mutter und seinen Geschwistern, von deren Existenz er teilweise bisher nicht die geringste Ahnung hatte, zur therapeutischen Betreuung in der Sonderkrankenanstalt. Die Schule will unterdessen alles unternehmen, um dem Buben die Rückkehr in seine Klassen zu ermöglichen. "Wir bemühen uns, uns konstruktiv darauf vorzubereiten, dass er nach Abschluss der Therapie wieder in den Unterricht aufgenommen werden kann", meinte der Schuldirektor am Dienstagmittag.

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In Gemeinschaftsbereich untergebracht
In der Sonderkrankenanstalt befänden sich nun alle Patienten nicht nur in einem "geschützten", sondern auch "gemeinsamen Bereich", in dem "direkter Kontakt möglich" sei. Für die beiden Frauen und die fünf Kinder seien individuelle Betreuung und Therapien erforderlich, so Kepplinger weiter. Die Patienten hätten "unterschiedliche Bedürfnisse".

Befragungsdatum unklar
Wann die Patienten von der Justiz einvernommen werden könnten, sei "zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar". Das könne "noch längere Zeit dauern", sagte Kepplinger. Das Ärzte- und Therapeutenteam werde auch in dieser Frage "sehr behutsam vorgehen".

19-Jährige Tochter weiter in kritischem Zustand
Als durch Sauerstoffmangel unverändert kritisch haben die Ärzte am Dienstag den Zustand der vermutlich 19 Jahre alten Tochter der 42-Jährigen bezeichnet. Die junge Frau, die am 19. April ins Landesklinikum Mostviertel Amstetten eingeliefert worden ist, werde weiterhin beatmet, einer Antibiotika-Therapie und - wegen einer Nierenschädigung - einer Dialyse unterzogen.

Ein verwahrlostes Haus, grau, mit verhangenen Fenstern und heruntergelassenen Rollläden, meterhohe Hecken und Büsche - so stellte sich der mutmaßliche Tatort des jahrzehntelangen Martyriums von Elisabeth F. dar. "Kaum vorstellbar, dass hier jemand wohnt".

Männer in weißen Overalls huschen im Garten aus und ein. Von der Straße aus erkennt man hinter den hohen Büschen nur ein kleines Gartenhaus. Die Spurensuche vor Ort wird Tage, wenn nicht Wochen dauern, heißt es.

Franz Polzer, der Leiter des Landeskriminalamts Niederösterreich während der Pressekonferenz am Sonntag.

Der Sprecher der Staatsanwalt St. Poelten , Gerhard Sedlacek.

Sichtlich schockiert über den besonders schweren Fall von Inzest zeigte sich die Vertreter der Behörden.

Drei der Kinder zog Fritzl als Adopitvkinder auf, drei andere mussten im Verlies bei ihrer Mutter leben.

Ermittler untersuchen jeden Winkel des Verlieses.

Erst durch eine mysteriöse Krankheit eines der "Keller-Kinder" flog alles auf.

Das Medieninteresse an dem Fall war riesig

Die Mieter des Hauses durften den Garten nicht betreten.

Die Türklingel von Josef und Rosemarie Fritzl.

Hinter diesen Mauern hat sich eines der grausamsten Verbrechen aller Zeiten abgespielt.

Die Polizisten ermitteln am Tatort.

Ein Fenster des Horrorhauses in Nahaufnahme.

Der Hauseingang von innen.

Von dieser Seite sieht das Haus unheimlich aus. Die Nachbarn der Familie sind geschockt und können die Tragödie nicht fassen.

Das Medienecho im Fall Elisabeth Fritzl ist enorm. Alle Tageszeitungen haben den Fall auf ihrer Titelseite.

Seit der Entdeckung des Verlieses ist der Medienrummel enorm.

Josef Fritzl baute den Keller dieses Hauses zu einem Verlies aus und sperrte seine eigene Tochter 24 Jahre lang darin ein.

Er verging sich jahrelang an seiner Tochter. Sie bekam sieben Kinder, eines starb direkt nach der Geburt.

Das Landesklinikum Mostviertel: Hier werden die 42-jährige Tochter von Josef F. und drei ihrer Kinder medizinisch betreut.

Amstettens Bürgermeister Herbert Katzenbruber.

Journalisten stürmen Amstetten.

Polizisten bewachen das Grundstück, damit die Ermittlungen nicht gestört werden.

Ein Polizist überprüft den Eingang zum Horror-Haus.

Die Menschen aus Amstetten brachten ihr Mitgefühl und ihre Anteilnahme mit einem Lichtermeer zum Ausdruck.

Auch eine Woche nach dem Aufdecken des Falles wird das Horror-Haus noch von diversen Medienvertretern belagert.

Ermittler durchsuchen das Haus und das Verlies bis aufs kleinste Detail. Der Tatverdächtige muss das Verlies bereits beim Bau des Neubaus geplant haben. Es gibt zahlreiche versteckte Schächte, die einen zweiten Eingang verdeckten.

Aus dem elektromechanischen Gutachten geht hervor, dass, selbst wenn jemand die Tür zum Verlies entdeckt hätte, er kaum in den Keller gelangt wäre: Fritzl hatte die Schleuse zu den Kellerräumen, in denen seine Tochter und die drei Kinder leben mussten, mi

Wenn also Josef Fritzl von seinen oft wochenlangen Urlauben im Ausland nicht zurückgekehrt oder ihm ein Unfall widerfahren wäre, wären E. und ihre Kinder vermutlich zugrunde gegangen.

Die Stromleitungen, die Fritzl im Keller verlegt hatte, waren laut dem Gutachten dilettantisch installiert worden.

So war die Gefahr von lebensbedrohenden Stromschlägen gegeben, hieß es im Gutachten. Bei einem Kurzschluss hätte es zu einem Kabelbrand kommen können, der für die Eingeschlossenen vermutlich fatale Folgen gehabt hätte.

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