Kleine Niederösterreicherin sorgte bei Papst-Audienz für Lacher

Ganz besonderer Besuch

Kleine Niederösterreicherin sorgte bei Papst-Audienz für Lacher

Die kleine Marie aus Pressbaum hat binnen Sekunden nicht nur das Herz von Papst Franziskus erobert, sondern auch das seiner Millionen Follower.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bischof Alois Schwarz sind am Montagvormittag mit einer Gruppe von acht Kindern eines St. Pöltner Autismuszentrums, zu einer Privataudienz mit Papst Franziskus empfangen worden. Am Treffen mit dem Heiligen Vater waren auch Betreuer und Angehörige der Kinder sowie Landesrat Martin Eichtinger anwesend.

"Ich bin glücklich, eure Gesichter zu sehen und ich lese in euren Augen, dass ihr auch glücklich seid, ein wenig mit mir zu sein", sagte der Papst. "Gott hat die Welt mit einer großen Vielfalt von Blumen in allen Farben geschaffen. Jede Blume ist schön und ist einmalig. So ist auch jeder von uns vor den Augen Gottes schön und er liebt uns. Damit entsteht das Bedürfnis Gott zu sagen: Danke! Danke für das Geschenk des Lebens und danke für alle Lebewesen. Danke für Mutter und Vater, danke an all unseren Familien", sagte der Papst.

Einer der Kinder hat es dem Heiligen Vater besonders angetan. Die kleine Marie aus Niederösterreich stahl nämlich in ihrem roten Kleidchen allen die Show. Sie scherte sich nämlich nicht um eine fixe Platzverteilung, sondern peilte gleich direkt den Papststuhl an. Ohne Scheu und mit ihrer liebevollen Art durfte sie den Stuhl sogar anfassen. Die süßen Bilder der Audienz teilte Papst Franziskus sogar selbst auf Instagram. Und so konnte Marie nicht nur sein, sondern auch das seiner Millionen Follower erobern.

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EN: God created the world with a great variety of flowers of all colours. Every flower has its beauty, which is unique. Each of us is also beautiful in God's eyes, and God loves us. This makes us feel the need to say “thank you” to God: Thank you! Thank you for the gift of life, for all creatures! PT: Deus criou o mundo com uma grande variedade de flores, de todas as cores. Cada flor tem sua beleza, que é única. Cada um de nós também é belo aos olhos de Deus, e Ele nos ama. Isso nos faz sentir a necessidade de dizer a Deus: obrigado! Obrigado pelo dom da vida, obrigado por todas as criaturas! ES: Dios creó el mundo con una gran variedad de flores de todos los colores. Cada flor tiene su propia belleza, que es única. También cada uno de nosotros es hermoso a los ojos de Dios, y Él nos ama. Esto nos hace sentir la necesidad de decirle a Dios: ¡gracias! ¡Gracias por el regalo de la vida, gracias por todas las criaturas! IT: Dio ha creato il mondo con una grande varietà di fiori di tutti colori. Ogni fiore ha la sua bellezza, che è unica. Anche ognuno di noi è bello agli occhi di Dio, e Lui ci vuol bene. Questo ci fa sentire il bisogno di dire a Dio: grazie! Grazie per il dono della vita, per tutte le creature! DE: Gott hat die Welt mit einer großen Vielfalt von Blumen aller Farben geschaffen. Jede Blume hat ihre Schönheit, die einzigartig ist. Auch jeder von uns ist in Gottes Augen schön, und Gott hat uns gern. Deshalb fühlen wir das Bedürfnis, Gott Danke zu sagen. Danke für das Geschenk des Lebens, Danke für alle Geschöpfe!

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Auf Deutsch bat der Heilige Vater die Anwesenden, für ihn zu beten: "Diese Arbeit ist nicht einfach." Der Papst dankte Mikl-Leitner, den Eltern der Kindern und allen Begleitern für das Treffen. Die Kinder besuchen das St. Pöltner Ambulatorium "Sonnenschein". Dabei handelt es sich um ein 1995 gegründetes sozialpädiatrisches Zentrum, das Diagnose, Beratung und Therapie für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen verbindet. Die Kinder überreichten dem Papst ein selbstgemaltes Bilder mit einer großen Sonne.

Wie Mikl-Leitner der APA berichtete, habe sich die Gruppe monatelang auf die Reise vorbereitet. Die Idee sei in der Zeit vor der Coronavirus-Epidemie entstanden. Es ist die erste Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die der Papst seit Beginn der Pandemie empfängt. Mikl-Leitner überreichte dem Heiligen Vater einen Weinstock als Gastgeschenk. Der Grüne Veltliner wurde dann in den Vatikanischen Gärten eingesetzt.

Vor der Audienz mit Franziskus traf Mikl-Leitner Kurienkardinal Peter Turkson, Präfekt des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, zu Gesprächen über ökologische Themen. Der Kardinal ist mit der Umsetzung der vor fünf Jahren erlassenen Enzyklika "Laudato Si" betraut, in der sich Papst Franziskus für einen nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz ausgesprochen hat.

Die ÖVP-Politikerin stellte Turkson die Initiative "Natur im Garten" vor. Diese wurde vor 20 Jahren in Niederösterreich als Bürgerbewegung für ökologischen Gartenbau gegründet. Der Initiative haben sich nach Angaben von Landesrat Eichtinger inzwischen über 70 Prozent aller Gemeinden des Bundeslandes angeschlossen.

Bei ihrem Rom-Besuch zeichnete die niederösterreichische Landeshauptfrau am Sonntag den Garten der österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl mit dem ökologischen Zertifikat "Natur im Garten" aus. Damit wird die nachhaltige Bewirtschaftung des Gartens im Sinne der Papst-Enzyklika "Laudato Si" hervorgehoben. Zusätzlich wurde in der österreichischen Botschaft ein Schaubeet mit Pflanzen aus Niederösterreich eingerichtet.
 

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