Liebes-Frust brachte Polizisten um Verstand

48-Jähriger kündigte Blutbad an

Liebes-Frust brachte Polizisten um Verstand

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Dass ihm die zweite langjährige Beziehung den Laufpass geben wollte, war für einen Polizisten wohl zu viel.

NÖ. In Apang an der Zaya mit dem Schloss und ­Mamuz-Museum im Bezirk Mistelbach galt der 48-Jährige, der bei der Wiener Polizei beschäftigt war, als unauffällig. Vielleicht ein wenig jähzornig sei er gewesen und auf jeden Fall pedantisch. Nachbarn, die falsch oder zu nah an seinem Grundstück parkten, soll Thomas G. rigoros angezeigt haben. Bekannt ist über ihn auch, dass ihn seine erste Frau schon vor Jahren samt der gemeinsamen Tochter verlassen hat. Jetzt lebte er mit seiner zweiten Frau unverheiratet, aber schon langjährig zusammen im schmucken Einfamilienhaus, in dem es am Dienstag zum unerwarteten Showdown kam:

Wie ÖSTERREICH erfuhr, gab es einen riesigen Streit, in dessen Folge die ­aktuelle Partnerin die Trennung verkündete. Da setzte es bei dem Polizisten komplett aus: Dabei drohte er auf die einschreitenden Kollegen zu feuern, falls die Frau auf die Idee käme, die Polizei zu rufen. Die Frau konnte flüchten – und trotz der Einschüchterungen die Einsatzkräfte alarmieren.

Krankenhaus. Es folgte ein sieben Stunden langer nervenaufreibender Einsatz. Je länger die Verhandlungen mit dem verschanzen Kollegen dauerten, desto gefährlicher und wirrer wurde es. Was daran lag, dass er jede Menge Alkohol und Tabletten in sich hineinschüttete, bis er am Ende ganz von alleine k. o. ging. Wie die Ermittler bestätigen, gab der Ver­dächtige dabei auch mehrere Schüsse aus Faustfeuerwaffen ab, die er legal besitzt. Die Kugeln landeten zum Glück alle in der Wand. Gegen 23 Uhr verschaffte sich die Cobra Zutritt zu dem Haus und entdeckte dabei den bewusstlosen Mann.

Der Verdächtige wurde ins Landesklinikum Mistelbach gebracht, wo er behandelt wurde und seinen Rausch ausschlief. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ordnete die Festnahme (noch im Spitalsbett) an. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Drohung und Widerstand laufen, dazu drohen dienstrechtliche Konsequenzen bis hin zum Jobverlust.

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