Krimi um ersten Bitcoin-Raub

Home Invasion in Wels

Krimi um ersten Bitcoin-Raub

Ein rätselhafter wie brutaler Raub, der an Einzigartigkeit momentan kaum zu toppen ist, ging am Dienstag mitten in der City von Wels in Oberösterreich über die Bühne: Es geht um den ersten Bitcoin-Raub in Österreich, und so soll er sich abgespielt haben:

Nach Angaben der Opfer läutete es um 10 Uhr am Vormittag an der Privatadresse eines selbstständigen Unternehmers und Händlers von Kryptowährungen: Ein Mann in Paketzusteller-Uniform behauptete, etwas abgeben zu wollen. Der Trader öffnete, und plötzlich sollen neben dem falschen Boten drei weitere, teils maskierte Komplizen hereingestürmt sein. Dann fesselten sie denn Geschäftsmann und auch seine Lebensgefährtin, die ihr neun Monate altes Baby im Arm hielt, wurde gefesselt und geknebelt.

Geld für 43 Bitcoins auf Täter-Konto überwiesen

Geplante Tat? Hernach sollen die Home-Invasoren, die sich in einer fremden Sprache unterhielten, den Welser dazu gedrängt haben, ihnen den Key (Schlüssel) zu seinem Krypto-Konto zu verraten. Damit sollen sie dann ganz einfach per App am Handy von einer Krypto-Börse 43 Bitcoins in rund 250.000 Dollar (oder 217.000 Euro) umgewandelt haben.

Die eineinhalb Stunden, die für diesen Prozess vonnöten sind, warteten die Täter einfach in der Wohnung ab und transferierten das Geld auf ein Konto. Dann flüchtete das Quartett von der Adresse in bester Innenstadtlage in der Innenstadt von Wels – und nahm auch noch Wertgegenstände, Bargeld und Designerkleidung der Opfer mit.

Die Familie wurde kurz darauf von einem Bekannten, der zufällig vorbeischaute, befreit. Aufgrund der Vorgangsweise und vieler Details gehen die Ermittler davon aus, dass der Trader gut auspioniert worden ist bzw. die Eindringlinge ihn kannten. (kor)

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