Kugelbombe tötet 17-Jährigen drei Tage vor seinem Geburtstag

Tragödie zu Silvester

Kugelbombe tötet 17-Jährigen drei Tage vor seinem Geburtstag

OÖ. Übermorgen wäre ­David D. 18 Jahre alt geworden. Er freute sich auf seinen Geburtstag, wollte mit Freunden noch einmal Silvester als Jugendlicher ausgefallen feiern. David D. ist tot. Eine sogenannte Kugelbombe zerfetzte ihm in der Neujahrsnacht seinen Kopf. Der beliebte Bursch aus Eberschwang bei Ried im Innkreis hatte keine Chance, er starb wenig später im Spital an seinen schweren Kopfverletzungen.

_______Konsole_OE24.jpg © all David D. verstarb an den Verletzungen.

APAOBERÖSTERREICH-KUGELBOMB.jpg © APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR Der Unglücksort.

APALKA-warnt-vor-illegalen-.jpg © APA So sieht eine Kugelbombe aus.

Der tragische Unglücksfall ereignete sich im Ortsteil Antiesen. Im Schuppen des Anwesens Nummer 3 feierten mehrere Jugendliche ins neue Jahr hinein. Sie zündeten mehrere Kugelbomben der Kategorie F2 aus einer selbst gebauten massiven Metallvorrichtung.

Um Mitternacht wollte David D. seinen größten Kracher zünden. Es handelte sich um eine Kugelbombe von 15 Zentimetern Durchmesser. Laut ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft explodierte der Riesenböller nicht. David D. muss versucht haben, die Lunte des Knallkörpers erneut zu zünden. Dabei ­dürfte die Kugelbombe in die Luft gegangen sein. Die Polizei: „Beim ersten Zündversuch dürfte die Zündlitze vermutlich aufgrund eines technischen Gebrechens nicht durchgezündet ­haben.“

 

An schweren Kopfverletzungen gestorben

Zwei Minuten später ­näherte sich David gemeinsam mit einem Freund (21) erneut der Abschussvorrichtung. Er versuchte es erneut mit einem Feuerzeug. In diesem Augenblick hat sich der Treibsatz der Kugelbombe in dem einen Meter langen Metallrohr der Abschussvorrichtung mit aller Kraft entfaltet. David D. erlitt schwerste Kopfverletzungen, währen sein zwei ­Meter entfernt stehender Freund völlig unverletzt blieb.

Der 17-Jährige kam mit der Rettung ins Krankenhaus nach Ried im Innkreis, wo die Ärzte um das Leben des Teenagers kämpften – vergebens. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen, wie der Jugendliche an die Kugelbombe kam. Die töd­liche Kugelbombe wurde ­illegal verkauft.

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