Trauriger Abschied von Corona-Toter

Jüngstes Opfer

Trauriger Abschied von Corona-Toter

Der Corona-Todesfall einer jungen Frau (27) in Linz lässt offenbar viele Fragen offen.

OÖ. In der türkischen Community wird schon seit Tagen gemunkelt, dass beim Tod von Yonca A. (sie stammte aus Yozgat in der Türkei) nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Jetzt wurde bekannt, dass ihre Verwandten schwere Vorwürfe erheben:

Demnach war die 27-Jährige – die laut Linzer Kepler Universitätsklinikum seit dem 14. Lebensjahr an Leukämie  gelitten haben soll – schon einmal, kurz  vor dem endgültigen Zusammenbruch, mit verdächtigen Symptomen ins Krankenhaus gegangen.

Alpalarn Ö.: „Sie hatte Fieber und war angeschlagen, wurde aber ohne ausreichende Analysen heimgeschickt. Als sie dann letzte Woche schwer erkrankte, wurde sie schnell auf die Intensivstation gebracht und unter Quaran­täne gestellt. Dienstagmorgen haben wir unsere Tochter verloren.“ Aufklärungsbedürftig auch folgende Angaben der Familie, die mit Yonca in Linz in einem Haus zusammenlebte: Sie wären trotz eindringlicher Bitte nicht auf Corona getestet worden: „Geht nach Hause und 15 Tage lang nicht raus. Isoliert euch!“ – Soll ihnen von den Behörden geraten worden sein.

Nur vier Verwandte beim Begräbnis am Friedhof

ÖSTERREICH wollte wissen, ob hier Fehler passiert seien bzw. was an den Vorwürfen dran ist, bekam aber von der Presseabteilung des Landes nur die Antwort, dass man aufgrund strengsten Datenschutzes keine Auskünfte geben dürfe und wolle.

Derweil posten die Hinterbliebenen Fotos vom Begräbnis auf einem muslimischen Friedhof in Oberösterreich. Aufgrund des Versammlungsverbots durften nur vier Verwandte teilnehmen, der Sarg vernietet, verschraubt und in Plastikfolie gewickelt – ein (sichtbar) trauriger Abschied in schwierigen Zeiten …

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