Prozess in Wels

Urteil steht fest

Wels: Messer-Attacke auf Ex-Freundin - 13 Jahre Haft

Der Angeklagte soll versucht haben, seine Ex-Freundin mit einem Messer zu töten.

OÖ. Spannender Prozess am Landesgericht Wels am Montag. Während der Verteidiger des Beschuldigten (22) auf versuchten Totschlag (bis zu 10 Jahre) plädiert, geht die Staatsanwaltschaft von einem Mordversuch (bis lebenslang) aus.

Tathergang. Der 22-Jäh­rige hatte laut Anklage im August 2020 seine Ex-Freundin im Stiegenhaus eines Wohnhauses in Wels abgepasst, in den Keller gezerrt und dort in den Hals gestochen. Er ließ das Opfer blutend zurück, flüchtete und wurde kurze Zeit später bei seinem Vater ­verhaftet. Das Motiv dürfte in der kürzlich zuvor erfolgten Trennung zu suchen sein. Opfer und Beschuldigter haben zudem ein gemeinsames Kind.

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Wels: Messer-Attacke auf Ex-Freundin - 13 Jahre Haft
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Das 19-jährige ­Opfer überlebte den brutalen Angriff.

Verteidiger. Vor Prozessbeginn teilte Michael Lanzinger, der Verteidiger des 22-Jährigen, mit, dass sich sein Mandant wegen versuchten Totschlags verantworten werde. „In Zeiten, wo Begriffe wie „Femizide“ in den Medien häufig zu finden sind, gilt es strikt zu trennen, ob es sich um einen versuchten Mord handelt, der klar geplant war, oder um eine Tat, die aus der Emotion heraus geschehen ist“, so Lanzinger.

Urteil steht fest

Der 22-jährige Angeklagte wurde heute Nachmittag in Wels zu 13 Jahren Haft verurteilt, jedoch ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. 



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