Rekrut wollte in Linz statt in Lienz einrücken

In falschen Zug eingestiegen

Rekrut wollte in Linz statt in Lienz einrücken

Um 5.15 Uhr in der Früh stand ein junger Vorarlberger 350 Kilometer vom gewünschten Ziel entfernt.

OÖ. Entweder hat der 19-jährige Rekrut in Geografie nicht aufgepasst oder er war an dem Tag sehr nervös: Am Dienstag sollte ein ­Vorarlberger seinen Grundwehrdienst in Lienz in Osttirol antreten. Doch er stieg in Dornbirn in den Zug nach Linz ein. Erst als er um 5.15 Uhr am Bahnhof in OÖ angekommen war, kam er drauf, dass er falsch gefahren ist . . .

Verzweifelt stieg er in das Linzer Taxi 2244 von Robert Petschenik (49) ein: Der Fahrgast hatte nicht viel Zeit, er musste sich ja spätestens um 9 Uhr in der Kaserne in einem ganz anderen Bundesland zum Antritt seines Bundesheer-Dienstes einfinden.

 

19-Jähriger bekommt Fahrtkosten zurück

„Er hat mir so leidgetan. Also habe ich nicht lange gezögert und gesagt: „Das kriegen wir schon hin“, so der Taxler. Die Fahrt nach Lienz kostet normalerweise bis zu 800 Euro. „Ich bin dem Mann entgegengekommen und habe zuerst 500 Euro verlangt. Er hatte aber nur 170 Euro einstecken. Das war das Taschengeld für die erste Zeit im Grundwehrdienst. Er hat es mir gegeben und sich entschuldigt, dass er nicht mehr hat. Ich habe den Großteil der Fahrtkosten auf meine Kappe genommen“, so der 49-Jährige. Pünktlich um 8.58 setzte der Taxler den ­Rekruten in Lienz ab.

„Wir werden unserem Lenker die entstandenen Kosten zurückerstatten. Zudem werden wir Kontakt zum Soldaten aufnehmen. Wir möchten ihm sein Geld wieder retour geben. Wie soll er denn ohne Taschengeld beim Bundesheer über die Runden kommen?“, so Robert Neuhold, Betriebsleiter von Linzer Taxi 2244.



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