Massive Wettbewerbsverzerrungen sind laut Zierhut vorprogrammiert.
OÖ. Mit dem heutigen 1. April treten die Verordnungen der Bundesregierung zur „Spritpreisbremse“ in Kraft, ab morgen, Donnerstag sollen die Preissenkungen dann greifen. Der Obmann des Energiehandels in der Wirtschaftskammer Oberösterreich, Bernd Zierhut, geht davon aus, dass die Verordnung an den Tankstellen in den nächsten Tagen noch nicht umgesetzt werden kann. „Und wenn, wird ein Großteil der beabsichtigten Preisreduktion im Markt verpuffen, ohne dass sie an der Zapfsäule ankommt“, sagt Zierhut.
Nur rund 40 % des Marktes werden von der einzigen österreichischen Raffinerie beliefert, rund 60 % der Kraftstoffe werden importiert. „Was hier passiert, ist eine klare Wettbewerbsverzerrung“, warnt Zierhut. „Vertikal integrierte Konzerne mit eigener Raffinerie können die geforderte Margenkürzung wohl weitergeben. Der überwiegende Teil der Unternehmer hingegen kann die 5 Cent weder abziehen noch kompensieren und muss zusätzlich oft teurer über den, kaum vorhandenen, Spotmarkt einkaufen."
In Oberösterreich gibt es 515 Tankstelle. Zierhut hat im ORF-Interview gesagt, dass es sein kann, „dass da und dort die eine oder andere Tankstelle leerläuft.“ Nicht in wenigen Wochen aber Ende Mai oder Juni.