Osterhase droht der weiße Tod

Jetzt ist "Frostern"

Osterhase droht der weiße Tod

Seit fünf Monaten ist schon Winter - 90 Prozent der Hasenjungen tot. 

Hört das denn gar nicht mehr auf. Nicht nur in der Bundeshauptstadt fällt die Eiersuche am Sonntag und Montag in den Schnee. In Wien erwarten die Wetterexperten der ZAMG bis zu 10 Zentimeter Neuschnee. Temperaturen um den Gefrierpunkt verwandeln das Land in einen Eisschrank.

Ab Mittwoch neuer Schnee im ganzen Land
Auch in der kommenden Woche wird sich das nicht ändern. Ab Mittwoch zieht ein Italientief über Schneereich und hat noch mehr von der weißen Pracht im Gepäck.

Obwohl es bei unseren Nachbarn in Deutschland ähnlich kalt ist, wurde dort am Karfreitag die Badesaison eröffnet. Erste Freibäder, also auch Strandbäder, sperrten auf. Hierzulande beginnt die Badesaison zwar offiziell erst am 2. Mai, doch das Schönbrunner Bad will bereits in drei Wochen seine Pforten öffnen, nämlich am 20. April.

Mehr als einen Grund zum Jubeln haben die Skihochburgen. Insgesamt läuft die Wintersaison für den heimischen Tourismus rekordverdächtig. Von Jänner bis Februar wurde mit 45,71 Millionen Nächtigungen ein Plus von 2,3 Prozent verzeichnet. „Wir haben perfektes Skiwetter. In dieser Saison hatten wir 2 Millionen Gäste“, sagt Karina Oberhofer von der Skiwelt Wilder Kaiser.

Tourismusverbände wollen Skisaison verlängern
Doch was dem einen Freud, ist dem anderen Leid: Vor allem die Tierwelt leidet: Die ersten Vögel fallen tot vom Himmel. „Aufgrund der Schneeverwehungen finden Tiere keine Nahrung. Besonders für Jungvögel ist dieser Winter hart“, sagt Manfred Ehgartner, Vogelexperte bei der Österreichischen Tierrettung. Äpfel und Körner rausstellen, rät der Experte. Dann kommen wir alle durch diesen Winter. Noch schlimmer geht es dem Osterhasen und seinen Kindern: 90 Prozent der Hasenjungen sind bereits gestorben: An der Kälte und erstickt im Schnee.

Erderwärmung bringt uns Frost
Jetzt ist es raus. Nicht Petrus ist schuld am Wahnsinns-Winter, sondern absurderweise gerade die Erderwärmung.

Eine neue Studie des US-Datenzentrums für Eis und Schnee erklärt das Paradoxon: Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnung gab es so wenig Eis um den Nordpol herum wie im vergangenen Jahr.

Aber wieso frieren wir, wenn es dort schmilzt? Dafür gibt es laut Studie zwei Gründe: Einerseits drehen sich durch den Eisrückgang die Winde. Mehr feuchte Luft steigt auf und macht die Atmosphäre durchlässiger. Kalte Winde können so schneller nach Europa kommen.

Zweitens: Der Jetstream, also der Starkwind, isolierte bisher die Arktis. Weil sich die Region erwärmt, verringert sich der Temperaturunterschied zu uns. Der Starkwind wird abgeschwächt, die Luftmassen tauschen sich aus.

 

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