Amphibienbus droht abzusaufen

Salzburg

Amphibienbus droht abzusaufen

Neuartiges Gefährt für Touristen ist schon vor dem Start umstritten.

Vermeintlich neuen Ideen wird oft mit Skepsis begegnet. In der Stadt Salzburg sorgt derzeit ein Amphibienbus für Aufregung; obwohl es ihn noch gar nicht gibt. Der Unternehmer Erich Berer wälzt Pläne, mit einem Spezialbus - der sowohl zu Wasser als auch zu Land unterwegs sein kann - Touristen durch die Stadt und über die Salzach zu kutschieren. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren, Berer will erst nach Vorliegen der Schifffahrtskonzession in etwa zwei Wochen Details verraten.

Doch rund um die Genehmigungen gibt es nun Streit, berichtet der ORF Salzburg. Zwar liege eine naturschutzrechtliche Genehmigung von Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener bereits vor, doch will der zuständige Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) das Projekt erneut prüfen lassen. "Das hätte eine derartige Aufwühlung des Wassers zur Folge und auch starken Einfluss auf die Gewässerökologie", wird Schwaiger zitiert. Und weiter: Der Schutz der Salzach gehe über die Interessen des Tourismus. Auch Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) lehnt den Amphibienbus als unangemessenen Tourismus-Gag ab.


Derartige Gefährte sind in anderen Städten schon länger als Attraktionen in Betrieb - etwa in Budapest, wo ein knallgelbe Touristen-Bus in die Donau eintaucht. Der "RiverRide"-Bus ist 12 Meter lang und rund 15 Tonnen schwer. Laut dem ungarischen Betreiber nahmen in zwei Jahren etwa 75.000 Menschen an der Stadtrundfahrt im Amphibienbus teil.


 

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