Salzburger in Baugrube verschüttet - tot

Drama im Pongau

Salzburger in Baugrube verschüttet - tot

Große Erdmenge brach plötzlich ab und begrub Bauherr eines Einfamilienhauses zur Gänze.

In Großarl (Pongau) ist am Mittwoch gegen Mittag ein 39-jähriger Bauarbeiter bei Kanalgrabungsarbeiten ums Leben gekommen. Laut Polizei befand sich der Bauherr eines Einfamilienhauses in dem rund 3,5 Meter tiefen Kanal, als plötzlich eine große Erdmenge ohne Fremdeinwirkung abbrach und den Pongauer zur Gänze unter sich begrub.

Der Verschüttete konnte von den Rettungskräften nach rund einer halben Stunde geortet und befreit werden. Die Retter mussten den Bauherrn mühsam mit Schaufeln freilegen. Ein Sprengelarzt und der Notarzt eines Rettungshubschrauberteams starteten noch in der Kanalkünette mit der Reanimation. Für den Mann kam aber jede Hilfe zu spät.

Den rund 0,75 Meter breiten und 3,5 Meter tiefen Kanal hatte ein 25-jähriger Baggerfahrer mit einem Bagger ausgehoben. Der Bauherr half bei den Grabungsarbeiten mit. Nachdem das Erdreich eingestürzt war und den Einheimischen verschüttet hatte, alarmierte der Baggerfahrer sofort die Einsatzkräfte.
 

25 Feuerwehrleute, sowie 16 Bergretter an Rettung beteiligt

An der Rettungsaktion beteiligt haben sich 25 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr von Großarl sowie 16 Bergretter der Ortsstelle Großarl. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute die geschockten Kollegen und Angehörigen des Verstorbenen.

Ein Sachverständiger und das Arbeitsinspektorat waren nach dem Unglück an Ort und Stelle. Die Staatsanwaltschaft Salzburg wurde über den Vorfall informiert. Die Unfallursache muss noch ermittelt werden.
 

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