Razzia Finanz

69 Spielautomaten beschlagnahmt

Sonnenstudio war illegaler Spielsalon

Bis zu 500.000 Euro Strafe droht jetzt den ertappten Corona-Spielsalon-Betreibern.

Salzburg. Binnen einer Woche rückte die Finanz­polizei gemeinsam mit der Polizei vier Mal zu Glücksspielkontrollen aus: Anlass waren anonyme Anzeigen sowie der Hinweis eines Vermieters, wonach in mehreren Lokalen in der Stadt Salzburg illegales Glücksspiel betrieben werde.

Café. Gleich die erste Razzia erwies sich als Volltreffer: Das Lokal in der Salzburger Innenstadt war als Café getarnt, blickdicht beklebt und mit der Aufschrift „wegen Corona vorübergehend geschlossen“ gekennzeichnet. Nach längerem Klopfen wurde geöffnet: In den Räumlichkeiten waren 12 Personen – trinkend, rauchend, an 9 Glücksspielautomaten hantierend.

Solarium. Der zweite Einsatz fand am 28. Februar im Erdgeschoß eines Gebäudekomplexes nahe dem Hauptbahnhof statt. Hier soll in Kürze ein Sonnenstudio eröffnet werden: Im „Solarium“ fanden sich allerdings 6 Gäste plus Kellnerin sowie etliche illegale Automaten.

Bei den zwei folgenden Einsätzen in einer Nachtbar und in einem Lokal wurden um die 50 Glückspielgeräte sichergestellt. Insgesamt waren es 69 beschlagnahmte Slotmaschinen.

Drei der vier Lokale wurden behördlich geschlossen und versiegelt. Gegen die Betreiber wurden Strafen in Höhe von rund 500.000 Euro wegen Verstößen gegen das Glücksspielgesetz, das Wettunternehmergesetz, die Gewerbeordnung, das ASVG, den Nichtraucherschutz und die Covid-19-Schutzbestimmungen verhängt. Finanzminister Blümel: „Wir beobachten, wie immer mehr organisierte Banden aus dem Osten versuchen, sich in Österreich festzusetzen. Dieser Entwicklung wirken wir massiv entgegen.“

(kor)

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