Schüsse bei Überfall auf
 Geld-Transporter

St. Pölten

Schüsse bei Überfall auf
 Geld-Transporter

Filmreifer Überfall: Maskierte wollten einen Transporter stoppen.

Diese Brutalität ist unglaublich: Autos stehen in Flammen, ein Autobahnabschnitt muss zeitweise komplett gesperrt werden. Diese Horrornacht werden zwei Sicherheitsbeamte der Firma Loomis Österreich wohl nie mehr vergessen.


Es ist Dienstagfrüh, kurz vor 3 Uhr, als sie mit einem Geldtransporter auf dem Weg in die Hauptstadt sind. Im Radio spielt Ö3 seine Musiknacht, die Westautobahn ist frei. Kaum ein anderes Auto ist unterwegs. Sie nähern sich dem Knoten St. Pölten. Im Scheinwerferlicht erkennen die Sicherheitsmänner in der Ferne mehrere Fahrzeuge. Ein Kastenwagen und ein Pkw stehen mitten auf der Straße.

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    Maskierte zielen mit 
Waffen auf Transporter

    „Im ersten Moment dachten die Fahrer, dass es sich um einen Unfall handle. Aber dann sahen sie mindestens zwei Maskierte mit Waffen. Die wollten den Geldtransporter zum Anhalten zwingen “, sagt Chefinspektor Josef Deutsch vom Landeskriminalamt in Niederösterreich. Die Täter sollen auch ein Blaulicht verwendet und mehrere Schüsse abgegeben haben.

    Unglaublich: Der Sicherheitsbeamte hinterm Steuer reagiert geistesgegenwärtig. Er drückt auf das Gaspedal und lenkt den Transporter an den Fahrzeugen vorbei. Dabei rammt er die Leitschiene, reißt das Lenkrad herum und rast in die Ausfahrt St. Pölten Nord. Nur Minuten später kommen sie bei einer Polizeistation an und schlagen Alarm.

    Täter fackeln drei Autos und den Lastwagen ab
    Bevor die ausgetricksten Täter flüchten, zünden sie selbst ihren Kastenwagen mitten auf der Straße an. Nur wenige Kilometer weiter ostwärts fackeln sie zwei weitere Autos ab – die Polizei geht von den Fluchtfahrzeugen aus. Auch an der Stadtgrenze in Wien-Penzing brennt kurze Zeit später ein Auto. „Die Täter haben versucht, sämtliche Spuren zu vernichten“, sagt Inspektor Josef Deutsch.

    Eine Alarmfahndung nach den Brutalos in der Nacht blieb erfolglos. Spurensicherung, Fahndungsmitarbeiter und Grenzpolizei arbeiten auf Hochtouren. Fest steht schon: Autos und Kennzeichen waren gestohlen.

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